12.08.2019 - 13:59 Uhr
MehlmeiselOberpfalz

Wir haben die Halle fein

Die Unterlinder Feuerwehr ist gerüstet. Helfer kehren, fegen, werkeln, machen die Halle fein für den Hammricher Frauentag, der von Donnerstag, 15. August, bis Samstag, 17. August, nach uralter Tradition gefeiert wird.

Riesengaudi bei der Übergabe der Schürzen mit der Aufschrift „Schneemeisl“ (Von links: Winfried Prokisch, Günter Pöllmann, Manfred Schinner, Robert Rüger
von Gisela KuhbandnerProfil

Es ist ein Fest zu Ehren der Mutter Gottes – zum Beten, Singen, Loben und Danken am Hammerkirchl - zum Schauen, Kaufen, Genießen und Leute treffen - auf der Kirwa und in der Festhalle. Bis zum Weckruf an Mariä Himmelfahrt um 6 Uhr früh, wenn die Feierlichkeiten beginnen, gibt es noch viel zu tun. „Aber kein Vergleich mehr zu früher“, sagt Kreisbrandinspektor, Gemeinderat und FFW-Vorstand Winfried Prokisch.

Dank der Festhalle, die am Heiligen Abend 2010 quasi auf den letzten Drücker eingeweiht wurde, ist der damalige Bürgermeister Günter Pöllmann noch heute erleichtert. 2010 kam der Wintereinbruch sehr früh, so dass es beim Aufbau der Photovoltaik-Anlage jeden Tag geschneit hatte und täglich Schneemassen vom Dach geschaufelt werden mussten. „Oft schon um fünf Uhr haben wir das Gelände freigeräumt“, erinnert sich Winfried Prokisch. Eigentlich sollte Mehlmeisel "Schneemeisl" heißen, schmunzelte Robert Rüger, Geschäftsführer der KFB-Gruppe aus Reuth damals bei der Einweihung und hatte deshalb die Hauptakteure Günter Pöllmann, Manfred Schinner und Winfried Prokisch“ mit entsprechenden Schürzen ausgestattet.

Das Gebäude ist nämlich so kalkuliert, dass es innerhalb von 20 Jahren durch die Photovoltaikeinspeisung auf dem Dach finanziert wird, aber nur dann, wenn sie bis Ende 2010 betriebsbereit ist. Denn mit Beginn des darauffolgenden Jahres galt eine niedrigere Einspeisevergütung, Somit sollte die Rechnung für das 510 000 Euro teure Projekt aufgehen, was auch der Fall sein wird. . Mit Public Relation Partnership stellten die Kommune und die Firma KfB aus Reuth eine Finanzierung auf, die privates Kapital aktiviert: Die drei Unterlinder Vereine und die Hüttenbrauerei stellten der Gemeinde ein zinsloses Darlehen zur Verfügung, wodurch die Gemeinde weniger zu finanzieren hatte. In einem Zeitraum von 20 Jahren werden durch die Erträge der Photovoltaikanlage allen Partnern die eingesetzten Finanzen zurückerstattet.

„Das bisherige Ergebnis entspricht bei weitem den Erwartungen“, sagt Günter Pöllmann. „Das beste Jahr war das vergangene, wird aber womöglich vom jetzigen noch übertroffen werden“. Ein Werbeflyer über eine „Halle für Nix“ mit der der damalige zweite Bürgermeister Prokisch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Unterlinder Festplatzausschusses in die Gemeinde kam, war der Auslöser für den Bau dieser Gemeindehalle am Festplatz in Unterlind. Vom Wunsch über die Idee bis zu Bau und Fertigstellung lagen viele Gespräche, Sitzungen, Telefonate und es musste viel Überzeugungsarbeit geleistet werden“, weiß Prokisch. „Um eine Baumaßnahme dieser Größenordnung mit ehrenamtlicher Unterstützung ausführen zu können, waren viele helfende Hände und selbstloses Engagement nötig“, hatte Pöllmann bei der Einweihung zurückgeblickt.

Genannt wurden vor allem Diplom-Ingenieur Manfred Schinner als Oberbauleiter und Winfried Prokisch, die mit Kopf, Händen und enorm viel Herzblut ständig vor Ort waren – auch weitere tatkräftige ehrenamtliche Mitarbeiter – wie der der damalige Gemeinderat und jetzige Bürgermeister Franz Tauber, von Anfang an ein Befürworter der Halle. „Wir konnten nichts Besseres tun“, sagt er und betont ebenso, dass „wir den Prognosen weit voraus sind“. „Auch die damaligen Gegner haben mittlerweile ihre Meinung geändert“, setzt er hinzu. Von der Festhalle, die eine Nutzfläche von 650 Quadratmetern hat, profitieren schließlich alle, die Gemeinde, die sie als Unterstellplatz für ihre Winter- und Sommergeräte nutzt und die Vereine, denen bei ihren Festlichkeiten eine Menge Arbeit erspart bleibt“. Winfried Prokisch: Bis dorthin haben nicht wenige extra eine Woche Urlaub für den Auf- und Abbau der anfänglich 500- und später 2000-Mann Zelte genommen“.

Festprogramm:

Donnerstag, 15. August:

8.30 Uhr Kirchenzug ab Pfarrkirche Mehlmeisel

9.00 Uhr Feldgottesdienst mit Kräuterweihe

anschließend Frühschoppen mit den Original Fichtelgebirgsmusikanten in der

Festhalle.

13.00 Uhr: Unterhaltungsmusik mit Michael Ponader

19.00 Uhr: Stimmungsabend mit den Original Fichtelgebirgsmusikanten

Freitag, 16. August

20.00 Uhr: Live Konzert mit „Saso Avenik & seine Oberkrainer“, Einlass: 19 Uhr

Samstag, 17. August:

17.45 Uhr Kirchenzug ab Festhalle zum Hammerkirchl

18.00 Uhr Weihe des neuen Mehrzweckfahrzeugs

19.30 Uhr: Bayerischer Abend mit den „Mehlmeiseler Dorfmusikanten“

Täglich musste seinerzeit das Dach abgeschaufelt werden, damit der Schnee dem Eröffnungstermin nuicht im Wege lag.
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