11.07.2020 - 13:36 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Mazda MX-30: Stromer nach Maß

Ein Elektroauto mit großer Batterie und hoher Reichweite hat grundsätzlich keine gute Ökobilanz. Mazda geht einen anderen Weg. Das Ergebnis: Der vollelektrische MX-30 ist - zumindest in der Theorie - klimafreundlicher als ein sparsamer Diesel der selben Fahrzeugklasse. Und das ist nicht selbstverständlich.

von Agentur MIDProfil

Experten nutzen häufig die Metapher des "CO2-Rucksacks". Und der ist bei einem Stromer zunächst voller als bei einem konventionellen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Vor allem die Produktion der mehrere hundert Kilo schweren Batterie hinterlässt einen gehörigen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten. Doch je länger das Elektroauto mit grünem Strom fährt, desto weniger fällt der schwerere Rucksack im gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs ins Gewicht.

Also macht Mazda mit dem MX-30 einen intelligenten Kompromiss: Mit etwas über 300 Kilo Gewicht ist die für das Modell gewählte Batterie noch moderat dimensioniert. Dafür ist die Reichweite mit etwas mehr als 200 Kilometern nicht gerade rekordverdächtig. Und das soll sie auch nicht sein. Leute, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, Pendler, die nicht weiter als etwa 60 Kilometer vom Arbeitsplatz weg wohnen und Fahrer, die viel in der Stadt unterwegs sind, sind die Zielgruppe.

Zum grünen Antrieb passt auch der Innenraum des MX-30: Zu den dort verwendeten Materialien gehören Recycling-Stoffe, die von alten PET-Flaschen stammen. Wo mancher Hersteller Holz einsetzt, ist im E-Mazda Kork zu finden. Das verleiht dem Ambiente Leichtigkeit, die sich auch in der optisch "schwebenden" Mittelkonsole ausdrückt. Puristisch erscheint auch das Außendesign: Die Karosserieform wirkt wie eine Mischung aus Coupe und Kompakt-SUV. Auf eine feste B-Säule haben die Designer ganz verzichtet, was dem MX-30 ein besonders offenes Erscheinungsbild verleiht.

Auch wenn sich Mazda mit dem MX-30 auf Elektro-Neuland wagt, wirkt die Technik beim Fahren souverän und ausgereift. Der e-Skyactiv-Motor entwickelt eine Leistung von 145 PS und ein maximales Drehmoment von 271 Nm. In weniger als zehn Sekunden beschleunigt der Stromer von 0 auf 100 km/h, bei 140 km/h wird elektronisch abgeregelt. Der Stromverbrauch wird mit 17,3 kWh/100 km angegeben, die CO2-Emission mit 0 g/km. Das Fahrwerk ist straff und sportlich ausgerichtet. Auf der Autobahn fühlt sich dieses Elektroauto allerdings nicht zu Hause - schon gar nicht auf der Überholspur.

Der Mazda MX-30 kann an jeder Typ2- oder CCS-Ladestation geladen werden. Beim Aufladen über eine 50 kW CCS-Schnellladesäule können innerhalb von 40 Minuten bis zu 80 Prozent geladen werden. Für das komfortable Laden zu Hause empfehlen die Japaner eine Wallbox, mit der die Batterie innerhalb von sieben bis acht Stunden wieder voll ist. Das Laden direkt an der Haus-Steckdose sollte nur als Notlösung dienen.

Mazda ruft 32 645 Euro Einstiegspreis auf. Besonders attraktiv ist die limitierte Auflage mit dem First Edition-Paket (ab 33 134 Euro), die mit ihrer reichhaltigen Ausstattung einen Kundenvorteil von 2534 Euro bietet und nur im Rahmen des Vorverkaufs bestellt werden kann. Der Umweltbonus in Höhe von derzeit 9480 Euro wird beim Kauf zusätzlich berücksichtigt. Entsprechend ist der Mazda MX-30 mit First Edition-Paket für 23 654 Euro zu haben. (mid/bz)

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