27.10.2021 - 14:42 Uhr
Maxhütte-HaidhofOberpfalz

Keine Lebensgefahr nach Schieß-Unfall in Winkerling

Die Polizei und der Betreiber des Schießzentrums geben Entwarnung: Der Unfall beim Schießtraining in Winkerling ist wohl glimpflich abgegangen. Der genaue Ablauf muss aber erst noch geklärt werden.

Unfall beim Schießtraining in Winkerling: Angeblich löste sich der Schuss beim Holstern der Waffe.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Helle Aufregung herrschte am Dienstagabend im Auer-Schießzentrum in Winkerling (Landkreis Schwandorf). Gegen 19.40 Uhr hatte sich beim Training an einem der vier Schießstände ein Schuss aus einer Pistole gelöst und einen Mann verletzt. Der 42-Jährige aus Maxhütte-Haidhof, war wohl nicht der Schütze, sondern übte eine Aufsichtsfunktion aus. Er musste vom Notarzt versorgt und in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei stufte die Verletzung in einer Pressemitteilung am Mittwochmorgen als schwer ein. Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Burglengenfeld, Franz Wenig, erklärte kurze Zeit später auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien, dass keine Lebensgefahr bestehe.

Wie genau der Unfall passiert ist muss erst noch geklärt werden. Wichtigster Zeuge ist für die Polizei die Person, die mit der Pistole hantiert hat, angeblich eine Frau. Zum Ablauf gibt es noch unterschiedliche Angaben. Die Polizei schrieb in ihrer Mitteilung, dass sich der Schuss löste, als die Pistole unbeabsichtigt zu Boden fiel. Der Betreiber der Schießanlage, Werner Auer, sagte auf Nachfrage, ihm sei nur zugetragen worden, dass der Schuss beim Holstern abgegeben worden sei. "Ich habe es selber nicht gesehen", erzählte Auer am Mittwoch. "Es muss ein ziemlich großes Missgeschick gewesen sein." Verwendet wurde laut Polizeihauptkommissar Wenig Munition vom Kaliber 9 Millimeter.

Möglicherweise gibt es Filmaufnahmen von dem Vorfall. Die Polizei wertet Videos aus, die als Teil des Schießtrainings standardmäßig aufgezeichnet werden. Die entsprechenden Daten seien bereits gesichert worden, erklärte Polizeihauptkommissar Wenig. Er geht davon aus, dass bis spätestens Freitag Klarheit über den genauen Hergang herrscht. Schießzentrum-Betreiber Auer zeigte sich erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Er habe sich am Mittwochvormittag über den Zustand des Verletzten informiert, dem 42-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Die Schießanlage in der Industriestraße in Winkerling verfügt über drei Schießstände mit 15 Bahnen für Kurzwaffen und einen Stand mit zwei Bahnen für Langwaffen. Der Betrieb geht unterdessen weiter. Sechs bis sieben Schützenvereine aus der Umgebung nutzen das Angebot regelmäßig, darunter die Schützengemeinschaft Winkerling, nach eigenen Angaben einer der größten Schützenvereine im südlichen Landkreis Schwandorf (rund 300 Mitglieder). Deren Vorsitzender Alois Vest hatte erst am Mittwoch von dem Schieß-Unfall erfahren. Mitglieder seines Vereines seien wohl nicht involviert, sagte er. In dem Schießzentrum können auch Privatleute Termine für ein Training buchen.

Im November 2019 war es in dem Betrieb bereits zu einem ähnlichen Unfall gekommen. Damals hatte sich ein 48-jähriger Mann in den Oberschenkel geschossen, als er beim Training eine geladene Pistole aus dem Holster zog.

Schieß-Unfall im November 2019

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