Update 13.12.2019 - 09:40 Uhr
Masch bei WaldershofOberpfalz

Ausgebrannte Maschinenhalle: Technischer Defekt als Ursache

Bei Waldershof ist in der Nacht auf Montag eine Maschinenhalle ausgebrannt. Darin waren auch mehrere Fahrzeuge gelagert. Der Schaden liegt bei etwa 400.000 Euro. Die Brandermittler gehen von einem technischen Defekt als Ursache aus.

von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Bei der Polizeiinspektion Tirschenreuth ging am Montag gegen 2.55 Uhr die Meldung ein, dass in Masch bei Waldershof eine Maschinenhalle brennt. Das Gebäude stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Rund zehn Feuerwehren rückten aus und löschten das Feuer. Wie die Kriminalpolizei Weiden am Freitag mitteilte, sehen die Brandermittler derzeit kein Fremdverschulden. Vielmehr sei aufgrund der Spurenlage wahrscheinlich, dass die Brandursache ein technischer Defekt an einem der in der Halle abgestellten Fahrzeuge war. Von einer Brandstiftung sei nach bisherigem Ermittlungsstand nicht auszugehen.

Gebäude brennt aus

Die Helfer konnten nicht verhindern, dass das Gebäude vollständig ausbrannte, teilte die Polizei am Montag mit. Da in der Halle auch viele landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge, unter anderem drei Traktoren, gelagert waren, dürfte der entstandene Schaden nach Schätzungen rund 400.000 Euro betragen. Personen wurden nicht verletzt. Die Halle, die erst im August 2019 renoviert worden war, hatte keinen Stromanschluss.

Mehr als hundert Feuerwehrleute haben in der Nacht zum Montag versucht, die in Brand geratene Scheune in Masch zu retten. Vergeblich. "Als wir gegen 3 Uhr eingetroffen sind, stand sie lichterloh in Flammen, da sind wir nicht mehr reingekommen", sagt am Montagvormittag der Kommandant der Waldershofer Feuerwehr, Stefan Müller. Auch seine Kollegen aus Walbenreuth, die sogar noch etwas früher am Brandort waren, mussten kapitulieren. Wertvoller als das Gebäude ist sicherlich dessen Inhalt gewesen: drei Traktoren und mehrere andere landwirtschaftliche Maschinen, die von den Flammen zerstört worden sind.

Bei den Traktoren soll es sich dem Vernehmen nach um einen alten Hanomag handeln, der vor allem ideellen Wert hatte. Teurer gehandelt werden sicherlich die fast neuen Traktoren. Die Halle ist erst vor wenigen Monaten renoviert worden, wovon unter anderem das neue Blechdach zeugt, das jetzt neben der Brandruine liegt. Zusammen mit den Skeletten der Maschinen und Traktoren am Ortsrand Richtung Pilgramsreuth bilden sie ein bizarres Bild.

Die Brandursache ist noch nicht klar. Ein Sprecher der Tirschenreuther Polizei sagte auf Nachfrage, dass die Brandfahnder der Kriminalpolizei Weiden die Ermittlungen übernehmen.

Da es sich um den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens gehandelt hat, ist die Alarmierungskette etwas weiter gefasst worden. Die Feuerwehren aus Walbenreuth, Waldershof, Marktredwitz, Pullenreuth, Lengenfeld, Pfaffenreuth, Poppenreuth, Helmbrechts, Hohenhard und Pilgramsreuth waren binnen Minuten am Brandort. Auch die Wunsiedler Feuerwehr rückte aus, da sie einen Wagen mit einem 2000-Meter-Schlauch hat. Dieser ist letztlich aber nicht zum Einsatz gekommen.

"Wir haben mit zwei Förderleitungen Wasser aus den Fahrzeugen und aus dem rund 150 Meter entfernten Bach zum Löschen verwendet", sagt Stefan Müller. Vor Ort seien auch die große Drehleiter der Marktredwitzer Feuerwehr und die Aktiven des Technischen Hilfswerks gewesen. "Unser vordringlichstes Ziel war natürlich, dass die Flammen nicht auf weitere Gebäude übergreifen." Glücklicherweise steht der Schuppen relativ abseits. Dennoch ist das Gebäude ziemlich unzugänglich. "Der Weg ist eng und verschlammt, da war es nicht einfach, mit dem großen Wagen zu rangieren." Glück im Unglück hatten die Feuerwehren, dass außer den Maschinen lediglich ein Hänger mit Getreide in der Scheune stand. "Alles in allem konnten wir leider nicht mehr allzu viel Schaden abwenden, da alles lichterloh brannte." Am Tag nach dem Einsatz ging es für die Aktiven der Feuerwehr weiter. Sie mussten Schläuche, Geräte und Fahrzeuge säubern, da die Löscharbeiten zu einer regelrechten Schlammschlacht wurden. Die meisten Aktiven gingen anschließend trotzdem in die Arbeit.

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