30.10.2018 - 16:28 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Preiswürdige Egerländer

Erhard Nowak erhält den Hauptpreis der Egerländer für sein musikalisches Werk. Den Förderpreis für sein fotografisches Schaffen bekommt Kilian Nepomuk Schönberger.

Von links: Dr. Wolf-Dieter Hamperl, Albert Reich, die Preisträger Kilian Nepomuk Schönberger und Erhard Nowak, Emilia Müller, Christina Diederichs und Volker Jobst.

Die Bundeskulturtagung führte viele Egerländer aus ganz Deutschland nach Marktredwitz. "Schön, dass Sie alle gekommen sind, seien Sie herzlich willkommen", sagte dritter Bürgermeister Heinz Dreher. Wenn die Stadt etwas für die Eghalanda Gmoin tun könne, werde sie das nach Möglichkeit auch machen: "Das ist schon so, seit ich vor 45 Jahren Stadtrat geworden bin, und das soll auch so bleiben!"

Albert Reich schuf nicht nur den Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender (AEK), den er bis heute leitet, er rief 1995 auch den Egerländer Kulturpreis "Johannes von Tepl" ins Leben. Gewürdigt werden Personen, die sich durch herausragende Leistungen auf den Gebieten Literatur, Wissenschaft, Musik, bildende Kunst, Volkstumsarbeit, Architektur oder darstellende und ausübende Kunst um das Egerland verdient gemacht haben. Sowohl der Hauptpreis als auch der Förderpreis sind mit einem Preisgeld verbunden.

Zusammen mit Oswin Dotzauer, zweiter Vorsitzender des AEK, und Wolf-Dieter Hamperl, Bundeskulturreferent des Bundesvorstands der Sudetendeutschen Landsmannschaft, gratulierte Reich dem Hauptpreisträger Erhard Nowak. In der Laudatio wurden die vielfältigen Einsätze des Musikers genannt: Chorleiter und Konzerttätigkeit, zahlreiche Chorkompositionen, Verfasser von Instrumentalmusik, Orgelwerken und Solokonzerten, Musikschriftsteller und Herausgeber alter Musik. "Ich bin mit dem Namenspatron des Preises verbunden", sagte Erhard Nowak. "Mein Vater ist nämlich in Tepl geboren." Er wolle mit seiner Musik weitermachen, "auch wenn der letzte Satz meiner Lebenssinfonie bereits begonnen hat."

Förderpreisträger ist Kilian Nepomuk Schönberger. Im Spannungsfeld zwischen Natur- und Stadtlandschaften verknüpfe er Geografie und Fotografie, hieß es in der Laudatio. So entdecke er in der Grenzregion zwischen Bayern und Tschechien immer wieder Spuren der sudetendeutschen Landsmannschaft.

Volker Jobst, Bundesvüarstäiha des Bundes der Eghalanda Gmoin, nahm noch eine besondere Ehrung vor. Sie galt Emilia Müller, bayerische Staatsministerin a.D.: "Sie haben uns seit 2015 erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um uns bei der energetischen Sanierung des Egerland-Kulturhauses zu unterstützen. Wir haben Ihnen auch zu verdanken, dass der jährliche Zuschuss für unsere Stiftung auf 150 000 Euro verdreifacht wurde." Müller erhielt einen Briefbeschwerer mit dem Wahrzeichen der Egerländer, dem "Huasnoudoudara". Emilia Müller freute sich: "Sie als Egerländer und die Vertriebenen allgemein haben die Unterstützung verdient. Wir brauchen Sie als Brückenbauer in Mitteleuropa!"

Die Preisträger Kilian Nepomuk Schönberger (links, Förderpreis) und Erhard Nowak (Hauptpreis).
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.