10.12.2019 - 16:11 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Klaus Arbter bringt die Oberpfalz nach Oberfranken

Zwei Landkreise rücken beim Historischen Club in den Blickpunkt. Zu Gast ist Klaus Arbter, um die Schönheiten der Region zu zeigen und darüber zu erzählen.

Zwei Fachleute unter sich: Friedrich Haubner, Vorstandsmitglied beim Historischen Club, fachsimpelte mit Klaus Arbter (rechts).
von Werner RoblProfil

Dass der Abend ein wenig länger dauern würde als sonst, war zu erahnen. Klaus Arbter aus Tirschenreuth hatte vier große Dia-Magazine mitgebracht, um seine Bilder den Freunden vom Historischen Club vorzustellen. Der ehemalige Kreis- und jetzige Ehrenvorsitzende vom Bund Naturschutz hatte einen farbigen Bilderbogen versprochen, der die Interessierten zunächst in den Landkreis Neustadt, später dann ins benachbarte Stiftland führte.

"Ich habe die Fotos bewusst nicht nach Jahreszeiten sortiert", erklärte der Naturfreund und Hobbyfotograf, der - wie er ausdrücklich betonte - auf besondere Filter oder Fotografiertechniken verzichtet. "Nur der Mensch kann die Schönheiten der Landschaften und die Vielfalt der Natur erfassen, die uns von Gott in wunderbarer Weise geschenkt wurden", verwies Arbter auf die von ihm gemachten "Beweisbilder", die aus einer Zeit stammen, wo noch keine Windräder standen und - wie viele Fotos erkennen ließen - manche Landschaften (noch) auf die Flurbereinigung warteten.

Prächtige Alleen

"Ich erzähle einfach so und beschreibe die Aufnahmen", deutete Arbter auf die Leinwand und seinen schon etwas betagten Dia-Projektor, der aber immer noch seinen Dienst verrichtete. Arbter startete in Pleystein mit seinem Rosenquarzfelsen. "Dort in der Kirche habe ich meine Frau geheiratet", erfuhr man von Klaus Arbter, der auch alte Bäume und namenlose Alleen vorstellte, die es "leider immer weniger gibt." Der Referent sprach von einer gewissen Mystik, die er bei seinen Streifzügen erleben und auf Film bannen durfte. "Unsere Region ist vom Glauben geprägt", kommentierte er an anderer Stelle die zahlreichen Fotos, auf denen Marterl, Bildstöcke und Flurkapellen zu sehen waren, die Arbter als "Glaubenszeugnisse aus vergangener Zeit" bezeichnete.

Über Püchersreuth, St. Quirin und die ersten Blicke hinauf zum Steinwald und Fichtelgebirge erreichte der Lichtbildervortrag langsam die ersten Dörfer an der Landkreisgrenze. Bei Falkenberg wurde Rast gemacht. "Schauen Sie sich einmal den Horizont an. Damals standen noch keine Windräder in der Gegend herum." Er sei kein Gegner der Windanlagen. "Aber man muss die Standorte sorgfältig wählen, um nicht die landschaftlichen Werte zu zerstören." Arbter erinnerte an den Stausee bei Gumpen, der vor vielen Jahren zwar erdacht, aber aus der Planungsphase nie herauskam. "Diese Landschaft wäre für immer zerstört gewesen." Arbter und seine Zuhörer standen gedanklich in der Heusterz.

"Einzigartige Landschaft"

Besonderes Augenmerk galt der Kapplkirche, freilich auch der Basilika in Waldsassen, um auf dem "Rückweg" über Mammersreuth, Leonberg und Wernersreuth - vorbei an alten Häusern und Bauernhöfen - nach Tirschenreuth zu gelangen, wo der Marktplatz noch voll hoher Kastanienbäume war. In Gedanken und von Bildern unterstützt "erfuhr" man kreuz und quer die vielen Schönheiten der nördlichen Oberpfalz, die aus dem Blickwinkel eines leidenschaftlichen Fotografen festgehalten wurden, dem es ein Anliegen war, die "einzigartige Landschaft" vorzustellen.

Über die Schönheiten des Stiftlands und des Landkreises Neustadt referierte Klaus Arbter beim Historischen Club Marktredwitz.
Im Namen des Historischen Clubs bedankten sich (von links) Friedrich Haubner und Bernd Leutheußer bei Klaus Arbter.
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