25.11.2020 - 11:58 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Geschenke für Weihnachten im Laden einkaufen

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Der Stadtmarketingverein "MAKnetisch" richtet den dringenden Appell an die Menschen, nicht online zu bestellen. Der Verein ist auch im Corona-Jahr aktiv und unterstützt Händler ebenso wie Gastronomie.

Sebastian Macht (rechts) vom Stadtmarketingverein "MAKnetisch" und Innenstadtkoordinator Dominik Hartmann werben für den MAK-Gutschein, der immer beliebter wird.
von Autor FPHProfil

„Helfen Sie mit, dass unsere sympathische Einkaufsstadt auch in den nächsten Jahren so bleibt!“ Mit einem dringenden Appell hat sich Sebastian Macht, der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins "MAKnetisch" in der Hauptausschusssitzung an die gesamte Bevölkerung gewandt. Weil Corona den Handel in diesem Jahr in die Knie gezwungen habe, sollten die Menschen bei ihren Weihnachtseinkäufen darauf verzichten, zu Hause einfach nur aufs Knöpfchen zu drücken, um online zu bestellen. Auch Oberbürgermeister Oliver Weigel bat die Bürger darum, den heimischen Handel in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.

„Ich könnte es mir leicht machen und sagen, weil es Corona gibt, ist in diesem Jahr alles ausgefallen. Das war's.“ Doch das war's eben nicht für Sebastian Macht, der ein für den Marketingverein absolutes Ausnahme-Jahr Revue passieren ließ. „Der Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen seit dem Lockdown im Frühjahr“, unterstrich er und verwies auf die vielen Anstrengungen in den Geschäften. „Nicht nur, dass sich alle um Hygienevorschriften kümmern mussten. Die Händler mussten Boden-Aufkleber anbringen, wegen der Mehrwertsteuersenkung teils in Nachtschichten neu etikettieren und Plexiglasscheiben installieren.“

Zwei ganz entscheidende Umsatz-Bringer sind in diesem Jahr weggefallen, erinnerte der "MAKnetisch"-Vorsitzende an das „Bunte Pflaster“, das normalerweise Tausende in die Stadt lockt, und an die "Lange Nacht", die sich ebenfalls zum Publikums-Magneten entwickelt hat. Trotz der vielen Einschränkungen habe sich der Stadtmarketingverein um Aktionen bemüht. Die Stichworte hier: MAK-Gutschein und "MAKnopoly".

Rabatt-Aktion

„Wir haben uns gefreut, dass es trotz Corona Neueröffnungen von Geschäften gegeben hat, die wir zusammen mit der Innenstadtkoordination und der Wirtschaftsförderung gerne unterstützt haben“, so Macht. Aktuell verwies er auf die Rabatt-Aktion „BlackMAK“, die vom 25. bis 28. November läuft. Dem "Black Friday", der überwiegend online stattfinde, wolle man damit etwas entgegensetzen. Wiederholt werde das Aufkleber-Sammelspiel "MAKnopoly", bei dem rund 120 Geschäfte mitmachten. Romantische Kuss-Bilder sind dem Verein nach einer Online-Abstimmung zum Valentinstag ins Haus geflattert. Für die schönsten Fotos gab es ein Candlelight-Dinner und MAK-Gutscheine zu gewinnen.

Nur ein verkaufsoffener Sonntag hat im Corona-Jahr in Marktredwitz stattgefunden, ehe der Lockdown alles dichtmachte, so Macht. „Wir haben am 1. März 1000 Tulpen in der Stadt verteilt“, erinnerte der "MAKnetisch"-Vorsitzende. Wenngleich die Pandemie-Beschränkungen die weiteren drei verkaufsoffenen Sonntage schachmatt gesetzt habe, bleibe das Thema doch ein Dauerbrenner. „Wir hoffen, dass es bald einmal ein bayerisches Ladenschutzgesetz gibt, denn das von 1957 atmet den Geist von damals und nicht den von 2020“, kritisierte Macht.

Mittlerweile haben wir davon 191.986 Stück verkauft.

Sebastian Macht über den Erfolg des MAK-Gutscheins

Sebastian Macht über den Erfolg des MAK-Gutscheins

Während des Lockdowns hat "MAKnetisch" täglich eine aktualisierte Liste mit geöffneten Geschäften in den Sozialen Netzwerken und auf der Homepage veröffentlicht, wie Sebastian Macht weiter ausführte. „Außerdem haben wir die Online-Shops der geschlossenen Geschäfte erfasst.“ Und während des Lockdowns light mache der Verein unter anderem auf der Homepage publik, welche Gastronomie-Betriebe in der Stadt Abhol- und Lieferservice zu welchen Zeiten anbieten.

1,9 Millionen Euro Umsatz

Seit sechs Jahren gibt es den MAK-Gutschein in der Stadt. „Mittlerweile haben wir davon 191.986 Stück verkauft“, verkündete Macht stolz. „Damit haben wir über 1,9 Millionen Euro Umsatz an die Einkaufsstadt Marktredwitz gebunden. Wir gehen davon aus, dass wir noch dieses Jahr zu Weihnachten die Zwei-Millionen-Marke knacken.“

Eigentlich war die Aktion „Rubbelei“ für Ostern geplant. Doch der Lockdown machte das zunichte. Und weil auch die "Lange Nacht" im September entfallen ist, gab "MAKnetisch" zusammen mit den Einzelhändlern 70.000 Rubbellose aus, bei denen es 7000 Kleingewinne – von der Pizza bis hin zur Seife – gab.

Neben weiteren Aktionen rief der Verein im Oktober erstmals den "perfekten MAKtag" aus, für den sich Paare mit einem Video bewerben mussten. „24 wurden eingereicht.“ Wenn die Pandemie es erlaubt, bekomme das Gewinner-Pärchen einen traumhaften Tag vom Sektfrühstück über Shopping bis hin zum Candlelight-Dinner.

Gutes Zusammenspiel

Großes Lob gab es von Oberbürgermeister Oliver Weigel für Sebastian Macht. „Wir können uns glücklich schätzen, so eine aktive Vereinigung in Marktredwitz zu haben.“ Es sei ein sehr gutes Zusammenspiel von "MAKnetisch", Innenstadtkoordination und Wirtschaftsförderung. „Da können sich manche Städte eine Scheibe davon abschneiden.“

Mit vielen Fragezeichen hat Sebastian Macht das kommende Jahr versehen, allerdings für 12. Juni das "Bunte Pflaster" und für 12. September die "Lange Nacht" terminiert. „Wir stochern derzeit im Nebel, was 2021 geht und was nicht“, meinte Macht.

Kürzlich diskutierten Stadtmarketingverein "MAKnetisch" und Händler mit MdL Rainer Ludwig über das Thema verkaufsoffene Sonntage

Marktredwitz

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