Kastl bei Amberg kommt bei Woidboyz am besten an

Drei Mal Kastl, drei Mal Bayern. Die Woidboyz aus dem Bayerischen Fernsehen besuchen alle drei dieser Kastls. Das im Landkreis Amberg-Sulzbach ist natürlich das allerschönste von allen.

Nach getaner, anstrengender und schweißtreibender Arbeit – dem Haareschneiden auf dem Tandem durch den Boda Albert Fromm – wurde der Andi, dem die Haare geschnitten wurden, von seinen Kollegen mit den Worten begrüßt: „Mei, schaust Du guad aus.“
von Autor JPProfil

Die Fernsehserie im BR, in der die Woidboyz Bayern bereisen, gibt es ja nun schon seit einigen Jahren. Bei ihrem Aufenthalt in Kastl bei Altötting erfuhren der Basti, der Andi und der Uli, dass es zwei weitere Ortschaften in Nordbayern mit dem gleichen Namen gibt und wurden neugierig. Während sie in Oberbayern ein altes, geschlossenes Wirtshaus in einem ehemaligen Kuhstall bewunderten, der Basti ein Hochrad ausprobierte und man bei einem Motorradsammler und einem Hobbybrauer vorbeischaute, beschäftigte man sich in Kastl bei Kemnath im Landkreis Tirschenreuth mit einer Esoterikerin, die als "Berufshexe" auftritt und der großen Liebe einer Einheimischen zu ihrem Rasta-Mann aus Kenia.

So war man gespannt, was das Kastl im Lauterachtal zu bieten hat, da man im Vorfeld auf den Kastler Boder im Internet hingewiesen worden war. Zunächst aber gerieten die Woidboyz auf dem Marktplatz in die Hochzeitsgesellschaft von einem der "Schmiebuam" aus Pfaffenhofen. Elena und Mathias Welzl waren kurz davor vom Kastler Bürgermeister Stefan Braun getraut worden. Auf die Frage nach dem Kastler Boder zeigte das frisch getraute Ehepaar mit ihrem kleinen Sohn den Burschen den Weg über die Brücke der Lauterach zum Friseursalon.

Der Boder - Albert Fromm - war gerade dabei, seine Friseurstube aufzuräumen, als er von den Woidboyz mit Mikrofon und Kamera überrascht wurde.

So war das mit den Woidboyz in Kastl bei Kemnath

Kastl bei Kemnath

Schnell wurde vereinbart, dass der Albert dem Andi am nächsten Tag die Haare auf einem Tandemfahrrad schneidet - eine Spezialität des Kastler Boders. Das Team war zufrieden und schaute sich Kastl weiter an. Dabei stieß die Truppe auf ausgestellten Oldtimer-Motorräder, die natürlich sofort das Interesse der Burschen weckten.

Nachdem man von einer Anwohnerin erfahren hatte, dass die Maschinen dem "Mayer Girgl" in Lauterhofen gehören, fuhr das Team nach Lauterhofen, wo auch noch einige Oldtimer zu bewundern waren. Georg Mayer hat so an die 30 Motorräder, davon die Hälfte alte Ducati. Sein Sohn teilt übrigens das Hobby des Vaters, so dass es heißt, er sein nicht sein Sohn, sondern sein Klon. Und auf die Frage, warum da Girgl alte Motorräder sammelt und herrichtet, gab es die Antwort: "Mei, da Oane sammelt Briefmarken und i Motorradl." Ein Highlight war dann, als der Uli mit einer restaurierten, gelb-schwarzen 450er Ducati mit 24 PS, Baujahr 1970, nach einer Proberunde den Weg von Lauterhofen nach Kastl mit diesem Gefährt zurücklegen durfte. Als er in Kastl ankam, war ihm das Glücksgefühl sichtlich im Gesicht abzulesen.

Am nächsten Tag machten sich dann der Boder und der Andi - die Hygienevorschriften von Corona einhaltend - mit dem Tandemfahrrad, auf dem am Gepäckträger die Utensilien fürs Haareschneiden untergebracht waren, auf zum Haareschneiden am großen Parkplatz am ehemaligen Bahnhof. Das Wetter spielte diesmal auch mit.

Mit ernster Miene wurde dem Andi sein Friseurtuch umgebunden und mit gemächlichen Pedaltritten ging es über den Parcours - angefeuert vom Basti, der mit dem Mikrofon in der Hand nebenher mitlief. Boder Albert ließ sich von dem Ganzen nicht nervös machen und so fiel bei jeder Runde ein Büschel Haare mehr. Sogar mit der Schere wurde der Kopf in Form gebracht - mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen konnte. Am Ende wurde der Andi von seinen Kollegen begutachtet und mit diesen anerkennenden Worten gelobt: "Jetzt schaust aber gut aus." Lob gab es aber auch für den Boder für sein sicher anstrengendes, aber hervorragendes Werk.

Der Boder schneidet die Haare

Übereinstimmend meinten die Woidboyz, dass ihnen der Aufenthalt in Kastl im Lauterachtal bestens gefallen hat und dass der Unterhaltungswert wahrscheinlich so schnell nicht zu toppen ist. Im Übrigen haben die Hauptdarsteller wie das Ehepaar Welzl, der Mayer-Girgl und sein Sohn sowie Boder Albert Fromm und seine ebenfalls gefilmte Frau von ihren Freunden und Bekannten großes Lob erhalten für die Präsentation von Kastl. Im Internet wurde der Beitrag weit über 100 000 Mal angeklickt. Wenn das keine tolle Werbung fürs Lauterachtal war!

Viel Spaß in Kastl

Diese Ausstellung seltener „Motorradoldies“ interessierte die Woidboyz ganz besonders. Sie gaben nicht eher nach, bis sie den Besitzer, den Mayer Girgl in Lauterhofen, ausfindig machten und besuchen konnten.
Stolz präsentiert Georg Mayer seine Zweirad-Sammlung und die restaurierte 50 Jahre alte 450er Ducati, mit der Uli von den Woidboyz unfallfrei den Weg von Lauterhofen nach Kastl zurückgelegt hat.
Die Woidboyz gerieten in die Hochzeitsgesellschaft des frisch getrauten Ehepaars Elena und Mathias Welzl, das es sich nicht nehmen ließ, dem BR-Team den Weg zum Kastler Boder Albert Fromm zu zeigen.

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