26.10.2020 - 10:01 Uhr
MantelOberpfalz

Manteler Jagdgenossen entscheiden sich für Matthias Kohl

von Eva SeifriedProfil

Die Jagdgenossenschaft Mantel hat wegen der Pandemie die Neuwahlen auf Herbst verschoben. Not-Jagdvorsteher, zweiter Bürgermeister Siegfried Janner, begrüßte dazu 20 Jagdgenossen. Sie vertraten 239,4818 Hektar der insgesamt 977,9233 Hektar großen Manteler Jagd. Zum Kassenbericht von Franz Sperl gab es keine Nachfragen. Bei den Neuwahlen wurde als Vorsitzender Matthias Kohl im Amt bestätigt, sein Stellvertreter ist Lorenz König. Sperl trat als Kassenführer zurück, neuer Kassier ist Erich Melchner. Schriftführerin blieb Christa Strobl. Beisitzer: Friedrich Janner und Georg Stark. Die Kassen prüfen Anton König und Reinhold Hartwig.

Martin Grill sprach in seinem Bericht, stellvertretend für alle Jagdpächter, die Wolfsproblematik an. Die Anwesenheit des Wolfs mache sich bemerkbar, es werde nicht mehr so viel Wild angetroffen. Mit der Kamera sei der Wolf mehrmals aufgezeichnet worden. Das Wolfspaar im Manteler Forst habe mittlerweile vier Junge. Für den Menschen sei der Wolf ungefährlich. Freilaufende Hunde könnten ihm allerdings zum Opfer fallen, dies sei auch schon mehrfach geschehen, äußerte Grill.

Die Wildschäden im Mais hielten sich in Grenzen, einige Wiesen habe man zur Abwehr von Wildschweinen eingezäunt. "Da es dieses Jahr eine gute Eichelmast gab, wird die Wildschweinpopulation entsprechend ansteigen", folgerte Grill.

Anton König fragte nach, wie die Photovoltaikanlage (PV-Anlage) die Entwicklung des Niederwilds am Deschenbühl beeinflusst. Grill erklärte, dass Rehe Schafe meiden. Der Hasenbesatz am Deschenbühl sei sehr gut. Seit dem Bestehen der PV-Anlage sei der Besatz unverändert.

Georg Stark wollte wissen, ob es im Revier Rebhühner gebe. Grill verneinte. Siegfried Janner wollte Informationen zur Schweinepest.. Sollte ein Fall auftreten, wird ein Sperrbezirk eingerichtet, sagte Grill. Erich Melchner warf ein, dass innerhalb eines eingerichteten Sperrbezirks die komplette Landwirtschaft brach liege. Äcker und Wiesen dürften dann nicht mehr bewirtschaftet werden. Anton König erfuhr, dass auch Graugänse bejagt werden. Da in nächster Zeit einige Jäger in Ruhestand gehen und Reparaturarbeiten anstehen, unterstützte die Versammlung die vorzeitige Verlängerung des Pachtvertrags bis 2035.

Kohl dankte dem scheidenden Kassier Sperl für seine Arbeit seit 1999 und überreichte einen Geschenkkorb mit Gutscheinen.

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