04.08.2021 - 15:51 Uhr
MantelOberpfalz

Auch 2021: Wolfnachwuchs im Manteler Forst

Wolfs-Neuigkeiten aus dem Manteler Forst: Auch in diesem Jahr hat das Wolfspaar in dem Waldgebiet bei Weiden für Nachwuchs gesorgt. Ein Laborbefund brachte Anfang August Gewissheit. Andere Fragen bleiben vorerst offen.

Ein Bild der Fähe im Manteler Forst aus dem Jahr 2020. Anfang August kam der Beweis aus dem Labor. Das aus Sachsen stammende Tier hat auch in diesem Frühjahr mindestens einen jungen Wolf zur Welt gebracht.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Das Wolfspaar aus dem Manteler Forst hat auch in diesem Jahr Nachwuchs zur Welt gebracht. Den Beweis lieferte nun eine Laboruntersuchung. Diese habe ergebe, dass eine am 17. Juli nahe Mantel (Landkreis Neustadt/WN) gesicherte Kotprobe eindeutig von einem Nachkommen des dortigen Wolfspaares stammt. Und: Das Tier kam erst in diesem Jahr zur Welt, bestätigt Hans Lehner. Der Jäger und Experte vom "Netzwerk große Beutegreifer" hat die Losung gesichert und in Absprache mit dem Landesamt für Umwelt zur Analyse ins Labor geschickt.

Seit Anfang August liegt nun das Ergebnis vor. Anhand der Hinterlassenschaften konnte das Labor zweifelsfrei feststellen, dass es sich bei dem Tier mit der neuen Bezeichnung GW2342m um einen Nachkommen der Tiere GW1062f und GW1343m handelt. Die Eltern sind bekannt und gelten als standorttreu in dem Waldgebiet zwischen Weiden, Mantel und Schwarzenbach. "Normalerweise kommen junge Wölfe im Mai zur Welt. Das Tier dürfte also inzwischen zwei bis drei Monate alt sein", erklärt Lehner.

Die Mutter stammt aus einem Elternrudel, dessen Revier nahe Nochten im Bundesland Sachsen liegt. Der Rüde gehörte zu den ersten Wolfswelpen die nach langer Zeit in Nordostbayern zu Welt kamen: Sein Elternrudel ist im Veldensteiner Forst beheimatet. Dort kam er vermutlich 2018, eventuell auch 2019 zur Welt.

Bereits im vergangenen Jahr zog das Wolfspaar in dem Waldgebiet vermutlich fünf junge Wölfe groß. Mindestens zwei davon verendeten allerdings bereits nach Verkehrsunfällen bei Mantel und Hütten. Wie viele junge Tiere die sächsische Fähe in diesem Jahr zur Welt gebracht hat, ist nach wie vor unklar, sagt Experte Lehner. Wirkliche Sicherheit – auch bezüglich der Herkunft und Abstammung – biete nur ein genetischer Nachweis über Losung, Fellreste oder Speichel. Fotoaufnahmen, etwa durch Wildkameras, würden dagegen nur Hinweise liefern. Es sei deshalb wichtig, Experten zu informieren, wenn man glaubt, auf Hinterlassenschaften eines Wolfes gestoßen zu sein.

Wolfnachwuchs auch im Veldensteiner Forst

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