05.07.2021 - 13:59 Uhr
MähringOberpfalz

Am Sonntag 175.Gelöbniswallfahrt zum „Alten Herrgott“

Zum "Alten Herrgott" führt am Sonntag die Gelöbniswallfahrt der Pfarrei Mähring. Mit dabei ist auch Weihbischof Reinhard Pappenberger.

Idyllisch im Wald eingebettet ist die Wald- und Flurkapelle zum "Alten Herrgott".
von Konrad RosnerProfil

Ein besonderes Ereignis steht am kommenden Sonntag, 11. Juli, bevor: Zum 175. Mal lädt die Pfarrei Mähring zur Gelöbniswallfahrt "Zum Alten Herrgott" ein. Dazu wird auch Weihbischof Reinhard Pappenberger erwartet, der den Festgottesdienst halten wird.

Start der Fußwallfahrt ist um 7.45 Uhr an der Mähringer Pfarrkirche St. Katharina. Von dort aus gehen die Wallfahrer in Richtung Niklas-Kirche, ehe sie nach links zum "Alten Herrgott" abbiegen. Auf dem Weg zum Alten Herrgott werden sich weitere Wallfahrer anschließen. Um 9.25 Uhr sollen sich die Fahnenabordnungen am Alten Herrgott aufstellen, um 9.30 Uhr beginnt der Festgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger und Pfarrvikar Armin Maierhofer. Der Chor "Kreuz und Quer" wird den Gottesdienst umrahmen. Nach dem Gottesdienst gibt es coronakonform zur Stärkung der Wallfahrer Getränke und belegte Wurstsemmeln, ehe sich die Pilger wieder auf den Heimweg machen.

Diese Gelöbniswallfahrt geht wohl auf ein fürchterliches Unwetter zurück, das am 6. Juli 1846 Mähring heimsuchte. Der Wondreber Pfarrer Max Tretter schrieb dazu: "Am 6. Juli 1846 nachmittags gegen 3 Uhr verwüstete ein fürchterlicher Hagel unsere Felder und Wälder. Eine viertel Stunde hat uns mehr genommen als uns ein ganzes Jahr geben könnte. Dazu kam noch die Erdäpflfäulnis und die allgemeine Theuerung". Damals wurde die gesamte Ernte vernichtet, auch viele Gebäude wurden stark beschädigt, zwei Menschen kamen sogar ums Leben. Die Mähringer gelobten damals, jährlich eine Wallfahrt zum circa acht Kilometer entfernten "Alten Herrgott" abzuhalten, damit die Gegend in Zukunft von solchen Unwettern verschont bleibe. Dieses Gelübde jährt sich nun in diesem Jahr zum 175. Mal. Diese Wallfahrt wurde bisher noch nie unterbrochen, auch in Kriegs- und Schlechtwetterzeiten nicht. Der "Alte Herrgott", der auf eine Höhe von gut 700 Meter liegt, ist die wohl älteste erhaltene Wald- und Flurkapelle im Landkreis, und stammt aus der Barockzeit.

Der "Alte Herrgott" ist auch ein beliebtes Wanderziel für die Fußgänger und Radfahrer.

Das Innere der Kapelle "Zum alten Herrgott".
Am Sonntag findet die 175. Gelöbniswallfahrt zum "Alten Herrgott" statt.
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