16.07.2021 - 15:12 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Luhe-Wildenauer Projekt "Rent a Bauhof" gewinnt Ministeriumswettbewerb

Einen eigenen kleinen Fuhrpark an Bauhofgeräten hat wohl so gut wie jede Gemeinde. Doch manche Maschinen kommen nur selten zum Einsatz – eine Verschwendung von Ressourcen. Der Markt Luhe-Wildenau hat sich deshalb etwas einfallen lassen.

Bürgermeister Sebastian Hartl auf einem Aufsitzmäher. Er will mit seinem Projekt „Rent a Bauhof“ Bauhofgeräte gemeinde- und landkreisübergreifend allen Bauhöfen zur Verfügung stellen.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

"Rent a Bauhof", lautet der griffige Titel des Projekts, mit dem der Markt Luhe-Wildenau beim Ideenwettbewerb "Kommunal? Digital" des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales ins Rennen gegangen ist. Am Donnerstagabend folgte dann die große, freudige Überraschung: Als einziger Oberpfälzer ist der Markt als einer von zehn Gewinnern ernannt worden.

In der Jury saß auch Digitalministerin Judith Gerlach, die in der Pressemitteilung des Staatsministeriums vom Freitag so zitiert wird: "Mit ihrem Engagement sorgen die Gewinner-Kommunen dafür, dass durch digitale Tools unsere schöne bayerische Heimat noch umweltfreundlicher und lebenswerter wird." Das Projekt aus Luhe-Wildenau wird aufgrund seiner Nachhaltigkeit sogar mit bis zu 500.000 Euro gefördert. Mit welcher Summe genau, stehe aber noch nicht fest, informiert Bürgermeister Sebastian Hartl am Freitag auf Nachfrage.

Er freut sich über die Anerkennung seiner Idee. Mit "Rent a Bauhof" will er eine Online-Plattform schaffen, auf der sich Gemeinden landkreisübergreifend an einem Pool an Bauhof-Fahrzeugen und Geräten bedienen können, die sonst das Jahr über oft Leerlauf hätten. Als Beispiel nennt Hartl den "Gullyboy", ein Sinkkastenreinigungsgerät, das nur rund fünf Tage pro Jahr benötigt wird. Hat eine Gemeinde einen solchen "Gullyboy" könnte sie diesen an andere Gemeinden verleihen, um so eine höhere Auslastung des Geräts zu erhalten und anderen Bauhöfen die Kosten für eine eigene Anschaffung zu ersparen.

"Oft weiß man auch einfach nicht, was der nächste Bauhof alles an Geräten da stehen hat", erklärt Hartl. Mit Hilfe einer digitalen Übersicht und einer Kalenderfunktion könne dann ganz einfach überprüft werden, welche Geräte wann verfügbar seien und diese gebucht werden. Das nun geförderte Projekt soll in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam mit einem IT-Unternehmen in die Umsetzung gehen. "Das Ganze lebt aber vom Mitmachen", appelliert Hartl schon jetzt an andere Gemeinden, sich zu beteiligen.

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