27.07.2021 - 13:57 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Flut an Bauanträgen im Marktgemeinderat Luhe-Wildenau

Der Marktgemeinderat Luhe-Wildenau musste sich in seiner jüngsten Sitzung mit jeder Menge Bauanträgen beschäftigen. Nicht immer fiel die Entscheidung einstimmig aus. Grünes Licht gab es aber für eine Photovoltaikanlage.

Der Marktgemeinderat Luhe-Wildenau musste sich in seiner Sitzung mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einem Dach beschäftigen.
von Walter BeyerleinProfil

Eine Flut von Bauanträgen hatte der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend zu bewältigen. Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen für eine Überdachung über eine vorhandene Terrasse an einem bestehenden Wohnhaus. Einstimmig fiel ebenso die Entscheidung bei Befreiung vom Bebauungsplan „Bergäcker“ wegen der Überschreitung der Baugrenzen für eine Terrassenüberdachung aus.

Vermittlungsgespräche nötig

Probleme gab es beim Antrag zur nachträglichen Genehmigung eines bestehenden Gartenhäuschens auf einem Grundstück. Laut der von Bürgermeister Hartl verlesenen Beschreibung hat das Gartenhäuschen eine Fläche von 3,5 mal 3,5 Metern und zu den Nachbargrenzen einen Abstand von 0,5 Metern. Die Nachbarunterschriften sind nicht einholbar. Der Markt Luhe-Wildenau ist jetzt für ein vermittelndes Gespräch bereit, verläuft dies ergebnislos, wird sich der Bauausschuss mit dem Vorhaben befassen.

Der Bauantrag für die Errichtung eines Gartenhäuschens in der Straße „Bergäcker“ beinhaltet ebenfalls wieder eine „isolierte“ Befreiung von dem dortigen Bebauungsplan. Hier haben die Nachbarn nur teilweise unterschrieben. Auch hier bietet der Markt Luhe-Wildenau ein Vermittlungsgespräch an, um dann noch den Bauausschuss zu beteiligen. Bürgermeister Sebastian Hartl betonte, dass beide Fälle einheitlich zu behandeln seien.

Beispiel für "Innenverdichtung"

Problemlos lief dann der Bauantrag für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage und Carport auf einem Grundstück in der Hopfenstraße. Der Marktgemeinderat erteilte auch die Befreiungen vom Bebauungsplan hinsichtlich Dachform und Wandhöhe. Einstimmig verlief auch die Entscheidung zum Neubau eines Einfamilienhauses am Bergweg. Diese Bebauung sei ein klassisches Beispiel für Innenverdichtung, merkte Bürgermeister Sebastian Hartl an. Der Wintergarten, angebaut an einem bestehenden Zwei-Familien-Wohnhaus besteht schon seit Jahren. Jetzt wurde aus besonderen Gründen nachträglich die Baugenehmigung beantragt. Der Marktgemeinderat erteilte das Einvernehmen einstimmig. Ebenfalls einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung einer Terrasse im Obergeschoss eines bestehenden Wohnhauses in der Hauptstraße.

Grünes Licht für Photovoltaikanlage

Gesprächsbedarf bestand dann wieder für die Errichtung eines Carports und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Bürgermeister Sebastian Hartl erklärte, dass es sich noch nicht um einen Bauantrag handle, vielmehr wolle der mögliche Bauwerber die Meinung des Marktgemeinderates dazu hören. Marktgemeinderat Günther Weiß (CWU) sieht Photovoltaikanlagen prinzipiell positiv, findet aber an der über 3000 Quadratmeter großen Anlage keinen Gefallen, weil hier der Boden komplett versiegelt wird. Es seien Überlegungen des Bauwerbers notwendig, wie eine Wasserrückhaltung umgesetzt werden könne, meinte Günther Weiß. Marktrat Hans Meißner (Bürgerliste/FWG) hat keine Bedenken gegen das Vorhaben, das Niederschlagswasserproblem sei lösbar, außerdem erfolge keine extensive Bewirtschaftung des Grundstückes, vielmehr sei dieses Teil eines Gewerbegebietes. Zusammenfassend kommt Bürgermeister Sebastian Hartl zur Feststellung, dass dem Bauwerber grünes Licht signalisiert werden könne, allerdings die Regenrückhaltung geklärt werden müsse.

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