23.09.2020 - 11:45 Uhr
LauterhofenOberpfalz

Wallfahrt der Kolpingsfamilien nach Trautmannshofen

Vor den Seitenaltären der Wallfahrtskirche waren sieben große Lettern aus Holz aufgebaut, welche das Wort "FRIEDEN" darstellten.
von Norbert WeisProfil

Wo sonst 300 Mitglieder des Kolpingbezirks Neumarkt nach Trautmannshofen zur Sternwallfahrt strömten, schrumpfte die Schar der Teilnehmer dieses Mal, bedingt durch die Coronapandemie, auf 80 zusammen. Unter ihnen waren auch heuer wieder Pilger aus Ursensollen und Kastl.

Präses Pfarrer Gerhard Ehrl aus Lauterhofen und Kolping-Bezirksvorsitzender Georg Dürr aus Kastl empfingen sie in der Wallfahrtskirche Mariä Namen. Der Gottesdienst stand unter dem Leitthema "Vergebung ist die Bedingung für Frieden". In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Ehrl an die Dankbarkeit der Heimkehrer aus beiden Weltkriegen, überlebt zu haben.

"Ein dauerhafter Friede", betonte der Präses, "kann zwischen Völkern, Volksgruppen und Familien nur entstehen, wenn alle Seiten zur Vergebung bereit sind." Auch die Marienwallfahrt in Trautmannshofen gehe auf die Erfahrungen kriegerischer Handlungen, wie zum Beispiel der Einfälle der Hussiten, zurück. Während der ersten Kolpingwallfahrt vor 43 Jahren hierher befand sich der Kalte Krieg zwischen Ost und West auf seinem Höhepunkt.

Heuer trugen beim Einzug in die Kirche Jugendliche sieben Lettern aus Holz, die zusammen gelesen das Wort "FRIEDEN" ergaben. Passend zum Leitthema waren auch die Fürbitten gewählt. Mit Freundschaftsbändern an den Händen, Friedenslichtern vor dem Gnadenaltar und dem Lied "Wir sind Kolping, Menschen dieser Welt" brachten die Pilger, trotz räumlichen Abstands, ihre Verbundenheit über die Grenzen von Gemeinden und Landkreisen zum Ausdruck.

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