29.11.2020 - 13:18 Uhr
KulmainOberpfalz

"Super Straße" für Landwirte und Radler zwischen Gemeinden Kulmain und Neusorg

Die Gemeindeverbindungsstraße von Oberwappenöst nach Wernersreuth ist offiziell für den Verkehr freigegeben. Am Donnerstag erfolgte die Bauabnahme mit der Feststellung, dass diese Straße bereits rege genutzt wird.

Viele Straßenabwässer, auch von der nahen Kreisstraße, vernässten in der Vergangenheit landwirtschaftliche Flächen. Dem Übel wurde mit zahlreichen Durchlässen abgeholfen. Die Bürgermeister Peter König (Mitte, Neusorg) und Günter Kopp (rechts, Kulmain) zeigten sich sehr zufrieden mit der Straßenbaumaßnahme.
von Bernhard KreuzerProfil

"Es ist eine super Straße geworden", lobte Kulmains Bürgermeister Günter Kopp die Arbeiten an der wichtigen Verbindungsstrecke zwischen den Gemeinden Kulmain und Neusorg. "Ich sehe keine Mängel", stellte zufrieden sein Neusorger Amtskollege Peter König fest. Als kleinen Makel allerdings sahen sie die Entnahmestellen für die Bohrkerne an. Sie werden sich absenken, meinte König und verwies dabei auf seine jüngsten Erfahrungen. Ungeachtet dessen durfte Egid Schreyer von der gleichnamigen Baufirma aus Ebnath viel Lob entgegennehmen.

Auf Kulmainer Seite verläuft die Straße auf einer Länge von 501 Metern; die Baukosten betrugen 167.000 Euro. Auf Neusorger Seite sind für 870 Meter 305.000 Euro aufgewendet worden. Höhere Kosten entstanden aufgrund umfangreicherer Maßnahmen zum Gewässerschutz. Zu aller Zufriedenheit gelang es auch, das Straßenwasser von der nördlich verlaufenden Kreisstraße geordnet abzuleiten. Wiesen und Äcker werden nicht mehr vernässt.

Bau in Rekordzeit

Eine Rekordzeit von drei Monaten bei der Bauausführung bescheinigte Bürgermeister Kopp der Firma Schreyer. Die neue Straße mit einer Breite von 3,50 Metern ist eine große Aufwertung zwischen beiden Kommunen. Der Lückenschluss zwischen den beiden früheren Ortsteilen der Altgemeinde Oberwappenöst sei wieder hergestellt und eine tolle Sache für die Landwirtschaft, die Radfahrer und Fußgänger, erklärte Kopp.

Seit fast sechs Jahren wurde versucht, die marode gewordene, kaputte und zu schmale Straße über das Kernwegenetz der Teilnehmergemeinschaft Steinwald zu erneuern. Entgegen der ursprünglichen Planung wurde die Straße nun einen halben Meter breiter.

Geld gut angelegt

Die lobenden Worte von Günter Kopp bestätigte Bürgermeister Peter König. "Es ist ein gut angelegtes Geld", betonte er und dass es eine wichtige Straße sei. Schon oft sei er hier mit dem Rad unterwegs gewesen und noch nie sei es vorgekommen, alleine gewesen zu sein. Für ihn sei es, wie für Spaziergänger, ein sicherer Weg mitten in der Natur zur Erholung.

Zur Erholung dient künftig der neue Standort eines Feldkreuzes, das einst 130 Meter östlich an der Straße stand und entfernt wurde. Auf einer Grundstücksfläche der Gemeinde Neusorg fand es, eingerahmt von Bäumen, ein neues Zuhause. Eine Bank wird den beschaulichen Platz noch bereichern und zum Verweilen einladen, betonte Bürgermeister Peter König.

Ein herzlicher Dank galt am Schluss den beiden Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Steinwald, Diplomingenieur Karsten Heßing, und Oberbauleiter Diplomingenieur Bernhard Hagner sowie ihren Mitarbeitern.

Vier Monate sind seit dem Spatenstich vergangen

Kulmain
Neblig und kalt: Die Abnahme der Straße war kein Spaziergang. Kulmains Bürgermeister Günter Kopp (links) startete mit den Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung am Ortsausgang von Oberwappenöst Richtung Wernersreuth.
Ein Flurdenkmal im Gemeindebereich Neusorg konnte erhalten bleiben. Es fand einen neuen geschützten Standort, der durch eine Bank noch aufgewertet wird. Bürgermeister Peter König zeigte, wo diese aufgestellt wird.

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