14.05.2021 - 12:11 Uhr
KulmainOberpfalz

Rückzieher bei Wohnkomplex in Kulmain

Ein riesiger, vier Stockwerke hoher Gebäudekomplex auf dem künftigen Neubaugebiet Büttrischwiesen am Ortseingang von Kulmain? Dafür lag tatsächlich ein Antrag vor.

Neugrünberg ist das einzige Anwesen im Außenbereich der Gemeinde, das noch keinen Internetanschluss besitzt. Das soll sich ändern, kündigte Bürgermeister Günter Kopp an.
von Bernhard KreuzerProfil

Ein Investor beabsichtigte, im Neubaugebiet Büttrischwiesen ein Gebäude zu errichten, das Platz für zwölf Wohnungen bieten sollte. "Es war ein interessanter Ansatz", sagte dazu Bürgermeister Günter Kopp in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag. Allerdings werde das "Monster" nicht kommen.

"Unsere ländlich geprägte Kommune ist nicht geeignet für solche Komplexe. Wir müssen uns überlegen, was für unsere Heimatgemeinde sinnvoll ist", sagte dazu Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank. Nach Darstellung von Rathauschef Kopp würde eine derartige Wohnanlage alles überragen und mit dem Ortsbild nicht übereinstimmen. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt habe der Investor seinen Antrag zurückgezogen, berichtete Kopp.

Keine Einwendungen

Einige Zeit nahm die zweite Änderung des Entwurfs für das Bebauungsgebiet Büttrischwiesen selbst in Anspruch. Bauamtsleiterin Corinna Reinhart trug die einzelnen Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange vor, die jedoch keine Bedenken gegen die erneute Änderung des Bebauungsplans enthielten. Ungeachtet dessen musste über jede Stellungnahme selbst abgestimmt werden. Vonseiten der Öffentlichkeit lagen keine Einwendungen vor. Der Gemeinderat nahm die zweite Änderung einstimmig an und beauftragte die Verwaltung mit der öffentlichen Auslegung.

Das schnelle Internet soll auch das letzte Anwesen im Außenbereich der Gemeinde erreichen. Bei der Sanierung des Wasserleitungsnetzes werde auch eine Verbindung nach Neugrünberg verlegt, kündigte Bürgermeister Kopp an. Weiter unterrichtete er über die zu erwartenden Kosten für den Anschluss des Bürgerhauses und des Sitzungssaals an das schnelle Internet. Die zu erwartenden Kosten betragen 35 000 Euro. Aktuell sei ein Leistungsempfang von 100 Megabit pro Sekunde möglich, meinte der Sitzungsleiter. Diese Ausgaben will der Gemeinderat zurzeit jedoch nicht in die Hand nehmen. Harald Tretter (Freie Wähler) regte an, zumindest bei Baumaßnahmen im Außenbereich des Gebäudes gleich Leerrohre für den Glasfaseranschluss zu verlegen.

Georg Redl Standesbeamter

Zum Standesbeamten auf Widerruf bestellte das Gremium Georg Redl junior. Nach dem Ausscheiden von Wolfgang Groß war Geschäftsleiterin Kathrin König auf sich alleine gestellt. In der vakanten Zeit half das Kemnather Standesamt mit, die personelle Lücke zu überbrücken. Ihm bescheinigte Bürgermeister Günter Kopp eine sehr gute Zusammenarbeit. Er kündigte an, dass eine dritte Kraft für das Standesamt folgen werde. Kopp nannte jedoch noch keinen Namen.

"Unsere ländlich geprägte Kommune ist nicht geeignet für solche Komplexe. Wir müssen uns überlegen, was für unsere Heimatgemeinde sinnvoll ist."

Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank

Auch ebnete der Gemeinderat fünf Bauplänen den Weg für die Prüfung und Genehmigung durch das Landratsamt. Dies waren der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport, der Neubau einer Doppelgarage, die Aufstockung einer bestehenden Garage (alles Gemarkung Kulmain), die Erweiterung eines Wohnhauses (Gemarkung Zinst) sowie der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage (Gemarkung Kulmain).

Räte diskutieren über Hybridsitzungen

Kulmain

Das Gemeindeoberhaupt informierte weiter über die eingegangenen positiven Bewilligungsbescheide zum Bayerischen Städtebauförderungsprogramm und der Bayerischen Städtebauförderung. Weiter fortschreiten wird die Sanierung des Friedhofgebäudes. Nach der Stabilisierung des Gebäudes steht nun im Innern die Halle an. Günter Kopp lud deshalb für Dienstag, 18. Mai, um 9 Uhr zu einem Ortstermin mit den Planern ein.

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