11.11.2020 - 16:37 Uhr
KulmainOberpfalz

Reine Luft in den Klassenzimmern der Kulmainer Schule

Über technische Maßnahmen für infektionsschutzgerechtes Lüften in der Kulmainer Grundschule und den Kindergarten sprach der Gemeinderat. Über eine spezielle Förderung können CO2-Sensoren in Klassen- und Fachräume eingebaut werden.

Viele Fenster hat das Schulgebäude. Die Klassen- und Fachräume sollen Infektionsschutz gerecht ausgestattet werden. Dies gilt auch für den gegenüberliegenden Kindergarten.
von Bernhard KreuzerProfil

Mobile Luftreinigungsgeräte sollen in Räumen der Grundschule platziert werden, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen gelüftet werden können, führte Bürgermeister Günter Kopp aus. Er erläuterte die weiteren Voraussetzungen, laut denen bei CO2-Sensoren zur Überwachung des Kohlenstoffdioxid-Gehalts ein Festbetrag von 7,27 Euro pro Schüler gewährt wird. Die Anschaffungskosten pro Gerät schwanken zwischen 100 und 150 Euro. Die Förderung mobiler Luftreinigungsgeräte ist auf 3500 Euro pro Raum begrenzt. Auf 1000 Euro belaufen sich hier die Kosten für ein Gerät - mit steigender Tendenz, meinte Kopp.

Bianca Greger (FW), von Beruf Maschinenbauingenieurin, stieß dazu eine rege Diskussion über Stromverbrauch, Heizkosten, Wartung und Bedienung von Filteranlagen an. Der Bürgermeister betonte, dass die Gemeinde als Sachaufwandsträger die Voraussetzungen im Zuwendungsantrag zu bestätigen habe. Geklärt werden müsse zuerst in Zusammenarbeit mit der Schule, was sinnvoll sei. Kopp sprach sich gegen einen schnellen Kauf aus und wünschte die konkrete Aussage eines Spezialisten zu der geforderten Raumergänzung.

Um die Kulmainer Grundschule ging es bereits in der Oktobersitzung

Kulmain

Stefan Vetter (FW) pflichtete bei, dass zuerst geprüft werden müsse, für einen aktiven Schutz der Kinder erforderlich sei. Eine Empfehlung des Schulamts vermisste Albert Sollfrank (CSU). Er warnte vor Aktionismus, um falsche Entscheidungen zu verhindern. "Wir müssen etwas machen", ergänzte Harald Tretter (FW) und forderte festzustellen: "Was bringt was, damit Kinder keinen Schaden erleiden." Gerd Schönfelder (Bürgerliste) regte die Anschaffung von Testgeräten an.

Hintergrund:

Ein Coronafall in der Verwaltung

Viel Aufsehen erregte die Meldung über die Schließung des Kindergartens wegen Corona. Bürgermeister Günter Kopp nahm dazu in der Gemeinderatssitzung kurz Stellung und versicherte: „Es wird im Kindergarten alles gemacht, damit Corona verhindert wird.“ Bei einem Kind wurden am 27. Oktober leichte Symptome – ein minimaler Schnupfen – festgestellt. Der erste Test verlief positiv. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin von 30. Oktober bis 10. November eine Quarantäne an. Der zweite Test bei dem Kind verlief ebenso negativ wie alle anderen Tests der Kindergartenkinder und des Personals. Aufgrund der Ergebnisse endete die Quarantäne vorzeitig am 8. November.

Ein Coronafall trat demgegenüber im Rathaus auf. Für die betroffene Person wurde vom 4. bis 14. November Quarantäne angeordnet. Alle Rathausbediensteten haben sich freiwillig testen lassen. Wie Gemeindeoberhaupt Kopp erleichtert feststellte: „Alle Tests waren negativ, so dass es keine weiteren Einschränkungen im Verwaltungsbetrieb gab.“

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