30.10.2020 - 16:16 Uhr
KulmainOberpfalz

Kulmainer Spielplatz Birkenbühl eine Baustelle

Ein Kinderspielplatz soll wieder zum Schmuckstück werden. Dieses Ziel hat sich die Gemeinde Kulmain auf Antrag der Freie-Wähler-Fraktion und nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates gesetzt. Hilfe erhielt sie von bewährter Seite.

SV-Montagsteam war angetreten, um Bauhofmitarbeiter Josef Reindl (Zweiter von rechts) bei den Erd- und Betonarbeiten zu unterstützen.
von Arnold KochProfil

Vergangene Woche startete der Bauhof mit dem Freimachen des ehemaligen Spielplatzgeländes im Siedlungsgebiet Birkenbühl und den Fundamentierungsarbeiten für die bereits gelieferten Spielgeräte. Vorher hatte Reiner Kapustenski vom SV-Montagsteam den Bauhof beim Abstecken des Geländes, Erstellen der Fundamentgruben und Einbringen einer Sauberkeitsschicht zur Vorbereitung eines gemeinsamen Arbeitseinsatzes unterstützt.

Am Mittwochvormittag rückte das SV-Montagsteam trotz Dauerregens zur Montage und Einbau der drei Spielgeräte an. Nach dem Zusammenschrauben und Einheben in die Baugruben wurden die Tragteile der Doppelschaukel, des Kleinkinderkletter- und Rutschenturmes sowie der Wippe einbetoniert. Aufgrund des durch den Dauerregen aufgeweichten Untergrundes kam man überein, die restliche Montage auf das Frühjahr zu verschieben, da auch das Gelände noch planiert, humusiert und angesät werden muss. Zudem werden noch kleinere Spielgeräte installiert und die noch mit Sand zu befüllenden Fallbereiche umpflastert. Mit der Inbetriebnahme kann im Frühjahr/Sommer 2021 gerechnet werden. Die Arbeitskräfte wurden bestens mit Kaffee und Kuchen, Brotzeit und Getränken versorgt.

Es gibt mittlerweile wieder viele junge Familien rund um den Birkenbühl, die den Spielplatz dann auch wieder zum Leben erwecken werden.

SV-Montagsteam war angetreten, um Bauhofmitarbeiter Josef Reindl bei den Erd- und Betonarbeiten zu unterstützen.
Hintergrund:

Zweite Schönheitskur

Viele Siedler des Baugebietes Birkenbühl sowie Aktive des ehemaligen Interessengemeinschaft Kulmain (IGK) werden sich noch an 2003 erinnern. Defekte Spielgeräte, ein abgefaulter Rutschenturm, abgerissene Schaukeln und ein verdreckter Sandspielhaufen standen nach einer Ortsbesichtigung auf der langen Mängelliste. Zudem war das gesamte Gelände seit längerem nicht mehr gepflegt worden, weshalb es die Gemeinde für die Öffentlichkeit sperren ließ. Auf Antrag des damaligen IGK-Sprechers Robert Meier stellte die Kommune für 2003 Mittel zur Wiederherstellung des Spielplatzes zur Verfügung.

Im Mai startete die IGK eine Ramadama-Aktion am Spielplatz und entlang der Bloich, beseitigte marodes Spielgerät und jede Menge Müll. Unter Mithilfe des Bauhofes bauten freiwillige Helfer die maroden Spielgeräte ab und schnitten den Strauch- und Baumbewuchs zurück. In mehreren Arbeitseinsätzen wurde das von der Gemeinde gestellte Material zu neuen Spielgeräten verbaut, Spielhügel und -röhre angelegt, das Gelände neu planiert und angesät. Der Dank der Gemeinde ging damals an die IGK, den vielen und Helfern sowie „Capo“ Reinhold Wegmann für die tatkräftige Mitarbeit.

Er pflege die Anlage auch bis zu seinem Wegzug. Doch der Zahn der Zeit nagte an den Holzspielgeräten und der Spielplatz wurde wieder zunehmend unattraktiv, so dass gehandelt werden musste.

Reinhold Wegmann, IGK-Sprecher Robert Meier und der damalige Bürgermeister Hans-Gerd Reindl (von links) bei der Spielplatzeinweihung 2003.
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