05.10.2020 - 17:03 Uhr
KulmainOberpfalz

IG Bau Kulmain baut auf bewährten Vorstand

Der Ortsverband der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) baut auch die nächsten vier Jahre auf eine erfahrene und stabile Vorstandschaft. Die Industriegewerkschaft Bau-Agrar-Umwelt ist zufrieden mit dem Tarifabschluss

Rechtsschutzverantwortlicher Karl Todt (links) leitete die Neuwahlen bei der IG Bau. Die neue Führungsriege des Ortsverbandes bilden Thomas Schmidt, Angela Gronau, Wolfgang Schönfelder, Anton Besold, Sebastian Wolf und Thomas Hecht (von links).
von Arnold KochProfil

Über das Ergebnis der beendeten Tarifrunde berichtete der Rechtschutzverantwortliche Karl Todt in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes der Industriegewerkschaft Bau-Agrar-Umwelt (IG Bau). "Der Schlichterspruch beendete die aktuelle Tarifrunde und verhinderte einen möglichen Arbeitskampf." Kernpunkt sei neben einer Tariferhöhung vor allem die Einführung einer Wegezeitvergütung gewesen. "0,5 Prozent Aufschlag auf den Tarifstundenlohn ist ein symbolischer Einstieg, den jeder Beschäftigte erhält", erklärte Todt. Die durchschnittlich zurückgelegte Wegestrecke des Bauarbeiters betrage täglich 128 Kilometer.

Vorstoß verhindert

Todt berichtete, dass ein Vorstoß der Arbeitgeber im Tarifvertragswerk zur Öffnung des Arbeitszeitgesetzes, die mindestens 48 Wochenstunden möglich macht, verhindert wurde. Gleichfalls zielen die Arbeitgeber auf eine Reform des Urlaubskassenverbundes ab. Hintergrund ist, den Tarifvertrag so zu öffnen, damit nur mehr das Arbeitszeitgesetz gilt. Darin ist der Samstag ein ganz normaler Arbeitstag. Die Tarifverhandlungen liefen über drei Verhandlungsrunden ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeber.

Im September fand die Schlichtung statt. Die IG Bau hatte 6,8 Prozent Lohnerhöhung, mindestens 230 Euro für untere Lohngruppen, 100 Euro mehr für Azubis und den Einstieg in die Wegezeitentschädigung gefordert. Bis zum Schlichtungstermin lagen keine Arbeitgeberangebote vor. Erreicht wurde eine steuerfreie 500-Euro-Corona-Einmalzahlung für Gewerkschaftsmitglieder. Anspruch besteht für die Zeit des Lohnanspruches von April bis Dezember. Die Wegezeitentschädigung greift ab dem 1. Oktober. Der Tariflohn erhöht sich ab Oktober um 0,5, und ab dem 1. Januar bis Juni 2021 um 2,1 Prozent.

Unterschiede abbauen

Todt erklärte, dass das Schlichtungsverfahren trotz Abschlusses noch nicht beendet ist. Mit der Annahme des Schlichterspruches verpflichteten sich die Arbeitgeber, bis Juni 2021 einen Tarifvertrag über die Wegezeitentschädigung zu erarbeiten. Zudem soll für den Mindestlohn ein einheitliches Regelverfahren für Ost und West festgelegt werden, um die Unterschiede bald auslaufen zu lassen. Insgesamt ist die Gewerkschaft mit dem erzielten Abschluss zufrieden, obwohl für manchen die Differenz von 6,8 zu 2,1 Prozent zu weit auseinanderklafft. Todt erklärte abschließend dazu, dass die Corona-Pauschale dies mehr als aufwiegt.

Nach einer gemeinsamen Brotzeit leitete er die Neuwahlen. Diese ergaben folgendes Ergebnis: Vorsitzender Thomas Hecht, Stellvertreter Thomas Schmidt, Beisitzer Anton Besold, Sebastian Wolf, Angela Gronau, Wolfgang Schönfelder, Josef Sieber. Erich Hader stand auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl.

Als Delegierter für den Bezirksverbandstag fungiert Anton Besold mit Sebastian Wolf als Stellvertreter, Angela Gronau als Mitglied des Bezirksbeirates mit Wolfgang Schönfelder als ihr Stellvertreter.

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