22.03.2021 - 13:36 Uhr
KulmainOberpfalz

Gemeinde Kulmain: Rekordhaushalt ohne neue Kredite

"Es ist ein Rekordhaushalt", verkündete Bürgermeister Günter Kopp in der Sitzung des Kulmainer Gemeinderates bei der Vorstellung des kommunalen Haushaltes 2021. Und der soll ohne eine Kreditaufnahme gestemmt werden.

Der Einbau von T90-Brandschutztüren in der Schule erfolgt zurzeit durch die Firma Dudnik aus Weidenberg.
von Bernhard KreuzerProfil

Das Gesamtvolumen des Haushalts 2021 steigt gegenüber dem Vorjahr um 1.684.033 Euro auf 10.347.212 Euro. Im Verwaltungshaushalt mit 4.417.343 Euro werden Einsparungen von 15.094 Euro erzielt. Dagegen verzeichnet der Vermögenshaushalt aufgrund zahlreicher Maßnahmen mit 5.929.869 Euro ein Plus von 1.699.127 Euro. "Es sind Ausgaben für die Zukunft", betonte Bürgermeister Günter Kopp im Hinblick auf die nicht mehr so boomende Wirtschaft und den zu erwartenden Auswirkung auf die Finanzen der Gemeinde.

Das umfangreiche Zahlenwerk stellte Geschäftsleiterin und Kämmerin Kathrin König dem Gemeinderat vor. Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Einkommensteuerbeteiligung (1.332.000 Euro), Schlüsselzuweisungen (1.044.704 Euro), Benutzungsgebühren 517.800 Euro), Landeszuschüsse für den Kindergarten (383.632 Euro), Zuschuss Straßenunterhalt (177.000 Euro), Grundsteuer B (173.000 Euro), Gewerbesteuer (130.000 Euro), Mieten, Pachten und sonstige Betriebseinnahmen (122.851 Euro), Einkommensteuerersatzleistung (99.000 Euro), Grundsteuer A (38.800 Euro) sowie Umsatzsteuerbeteiligung mit 20.800 Euro.

Eine Million Euro Kreisumlage

Bei den Ausgaben schlagen sich die Personalkosten für die Gemeindeverwaltung und den Kindergarten mit 1.737.775 Euro sowie die Kreisumlage mit 1.066.366 Euro nieder. Für Unterhalt und Zweckausgaben sind 890.773 Euro vorgesehen. Dem Vermögenshaushalt werden 226.566 Euro zugeführt, die Schulden der Gemeinde mit 129.484 Euro getilgt. Darin enthalten ist ein Schuldenteil für das Naturerlebnisbad im Kemnather Land von 76.474 Euro.

Bei den Rücklagen erwartet Kathrin König zum Jahresende einen Soll-Stand von 153.800 Euro, wobei zum Ausgleich des Gesamthaushaltes eine Entnahme aus den allgemeinen Rücklagen von 301.521 Euro vorgesehen ist. Die Mindestrücklage von 42.300 Euro wird erreicht. Zum Jahresende errechnete die Kämmerin einen neuen Schuldenstand von 2.229.511 Euro. Da keine neuen Kredite vorgesehen sind, sinkt dadurch die Pro-Kopf-Verschuldung von 1228 auf 994 Euro.

Hebesätze unverändert

Aufgrund der anstehenden größeren Investitionen und des erfahrungsgemäß starken zeitlichen Zugangs staatlicher Zuwendungen wird der bisher eingeräumte Kassenkredit von 1.200.000 Euro beibehalten. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B bleiben nach der Haushaltssatzung unverändert bei 370 sowie bei der Gewerbesteuer bei 350 von Hundert.

Die Investitionen im Vermögenshaushalt konkretisierte Bürgermeister Kopp. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Grundschule, dem Kindergarten und dem Bürgerhaus mit Turnhalle sowie den Feuerwehrwesen.

Für den Brandschutz kündigte Kopp Ausgaben von insgesamt 263.300 Euro für Schutzbekleidung (20.000 Euro), Abgassauganlagen (35.000 Euro), Umrüstung der Sirenen (24.000 Euro), stille Alarmierung (33.600 Euro), Feuerwehrhausanbau Oberwappenöst (30.000 Euro) und Feuerwehrauto Oberwappenöst (111.700 Euro) an.

Die Fertigstellung des Bürgerhauses und Schulturnhalle mit deren Ausstattung sind mit 1.110.730 Euro veranschlagt. Die Grundschule mit Bücherei umfassen Aufwendungen von 131.812 Euro. 1.472.000 Euro sind für die Sicherstellung der Wasserversorgung im Gemeindegebiet angesetzt. 710.000 Euro umfassen die Investitionen beim Abwasser. Für das "Alte Feuerwehrhaus" sind Ausgaben von 85.000 Euro vorgesehen. Weitere vermögenswirksame Ausgaben sind der Straßenbau (234.000 Euro), Sanierung Aussegnungshalle Friedhof (50.000 Euro), Fassadenprogramm (40.000 Euro), Kraftfahrzeug für Bauhof (40.000 Euro), Grundstücksankäufe (105.000 Euro), Breitbandausbau Rathaus (30.000 Euro), Spielebene für Kindergarten (8000 Euro), Spielplatz Birkenbühl (5450 Euro) und Kernwegenetzausbau (48.980 Euro). Einen Betrag von 1.335.113 Euro nimmt eine Umschuldung in Anspruch.

Auch in der Nachbargemeinde wird geklotzt und nicht gekleckert

Immenreuth

Bürgermeister Günter Kopp fasste zusammen, dass der Haushalt ausgewogen, den Bedürfnissen angepasst und mit vielen wichtigen, in die Zukunft gerichteten Infrastrukturmaßnahmen verbunden sei. Erleichtert betonte der Rathauschef: "Die gute Botschaft ist, dass wir ihn ohne neue Schulden machen können."

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