24.06.2021 - 16:29 Uhr
KulmainOberpfalz

Nach einer Dreiviertelstunde landunter in Kulmain

Eine kräftige Gewitterfront zog am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr von Westen her auf das Kemnather Land zu. Dunkle, tiefhängende Wolken kündigten Starkregen mit Hagel an. In Kulmain entluden sie sich.

von Arnold KochProfil

Die tiefhängende Gewitterfront schaffte es nicht über den Armesberg und prallte über Kulmain mit den nachströmenden Luft- und Regenmassen zusammen. Regengüsse und Hagelschauer mit einer Kornstärke von rund einem Zentimeter prasselten eine Dreiviertelstunde nieder und überdeckten die Erde mit einer bis zu zwei Zentimeter hohen Hagelschicht.

Fast 40 Liter Regen pro Quadratmeter und Hagel prasselten in 45 Minuten nieder und begruben Gärten und Fluren unter zentimeterhohem Nass. Die Gartenpflanzen, ob Salat, Kohlgemüse oder junge Bohnengewächse, aber auch blühende Blumen wurden wie mit Schrotkugeln durchlöchert und fast unbrauchbar. Dachrinnenabläufe, und Kanäle quollen über, und dreckig braune Fluten aus den Äckern und Wiesen überschwemmten die Straßen, die von Gullys und Schächten nicht mehr aufgenommen werden konnten und oberflächig ablaufen mussten.

Feuerwehrsirenen waren zu hören, die die Floriansjünger zu insgesamt fünf Einsatzstellen riefen. Laut Mitteilung der Wehr gingen die Aktiven mit Tauchpumpe und Nasssauger bei den vollgelaufenen Kellern zu Werke. Mit Sandsäcken leiteten sie aus Feldern abfließendes Wasser um. Personen sind keine zu Schaden gekommen. Die entstandenen Schäden waren bis Redaktionsschluss nicht zu ermitteln. Rund eine Stunde nach dem Unwetter hatte die Sonne das Geschehen wieder im Griff und tauchte die Landschaft erneut schwülheiß in gleißendes Licht.

Auch der Landkreis Schwandorf hatte mit Wassermassen zu kämpfen

Schwarzenfeld
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