09.07.2020 - 13:17 Uhr
KulmainOberpfalz

Alois Albersdörfer seit 60 Jahren Priester

Auf 60 Jahre Priesteramt blickt der aus Frankenreuth stammende Geistliche Rat und Pfarrer i.R. Alois Albersdörfer zurück. Das diamantene Jubiläum feierte er in seiner Heimatpfarrei Kulmain mit langjährigen Wegbegleitern.

Bild 022 zeigt links am Altar Pfarrer Alois Albersdörfer und rechts am Ambo Pfarrer Markus Bruckner bei seiner Dankesrede
von Externer BeitragProfil

Alois Albersdörfer kam 1934 in Ebnath zur Welt, vier Tage nachdem das elterliche Anwesen in Frankenreuth abgebrannt war. Am 29. Juni 1960 weihte ihn Bischof Michael Buchberger im Regensburger Dom zum Priester. Egal an welcher Stelle er anschließend zum Einsatz kam, sein Elan und Einsatz waren stets beispielhaft und von einem tiefen Glauben begleitet.

Das diamantene Priesterjubiläum wollte er in seiner Heimatpfarrei Kulmain mit den Pfarrangehörigen und jahrzehntelangen Wegbegleitern als großes Fest des Dankes und der Freude feiern. Letztendlich bestimmte aber auch hier die Pandemieprävention die Form der Feier. Im Kreise seiner Familie und wenigen offiziellen Vertretern von Pfarrei und Gemeinde hielt er am Sonntag in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in einem Gottesdienst Rückschau.

Assistiert vom Kulmainer Pfarrer Markus Bruckner, Pfarrvikar Justin Kishimbe und Pfarrer Thomas Kopp aus Altenstadt zelebrierte Albersdörfer die festliche Messe. Der aus Wunschenberg in der Pfarrei Kulmain stammende Pfarrer Kopp hatte auf Wunsch des Jubilars die Predigt übernommen. Wie dieser es wollte, beschränkte er sich auf einige wesentliche Gedanken zum Menschen und Priester Alois Albersdörfer.

Ein Pfarrer mit Leib und Seele.

Kulmains Bürgermeister Günter Kopp

"Du bist heimgekommen, um gemeinsam mit deiner Heimatpfarrei in der Kirche das große Geheimnis unseres Glaubens zu feiern, in der du nach deiner Priesterweihe am 29. Juni vor 60 Jahren hier auf unserem Hochaltar zum ersten Mal die heilige Messe gefeiert hast, um an diesem Gnadentag von neuem Gottes Heil und seinen Segen über unser geliebtes Kulmain vom Himmel zu erflehen." Der diamantene Weihetag falle in eine Zeit, in der die Welt Kopf stehe und wieder nach Wegen zurück zur Normalität suche - gesellschaftlich wie kirchlich, erklärte Kopp. Der Coronavirus zeige, "wie zerbrechlich und abrupt vergänglich letztlich alles von Menschenhand Gemachte ist".

Dem Herrn nicht verweigert

Kopp lobte die vielen Verdienste, die sich Albersdörfer an all seinen Einsatzorten erworben hat. "Wie vielen Menschen du als Pfarrer in wichtigen Momenten des Lebens beistehen durftest und durch dein priesterliches Wort und Zeugnis von Gottes Kraft und Gegenwart in ihre Seelen Himmelslicht in so manches Dunkel bringen konntest, das weiß der Herr allein", sagte Pfarrer Kopp. Er dankte Albersdörfer dafür, dass dieser sich dem Herrn nicht verweigert, sondern mitgeholfen habe, das Wort Gottes zu verkünden.

Die musikalische Gestaltung der Festmesse hatte eine aus dem Kirchenchor Kulmain und "Spirit of Fantasie" zusammengestellte Gruppe übernommen. Neben Stefanie Wöhrl, die auch die Leitung hatte, sangen noch Susanne Griener, Kristina Fröhlich, Stephanie Vetter und Siegfried Vetter mit. Elena Rodler spielte mit dem Tenorhorn mehrere Solostücke und begleitete mit Wöhrl an der Orgel auch den Gesang. Albersdörfer brachte seine hat sich über die wunderbare und ausdruckstarke Umrahmung mit lobenden und dankenden Worten zum Ausdruck.

Sein Priesterjubiläum hat Pfarrer Alois Albersdörfer bereits in der Vorwoche auch in Amberg gefeiert.

Amberg

Am Ende der kirchlichen Feier bedankte sich Pfarrer Bruckner im Namen der in der Pfarrei Verantwortlichen und der Pfarrangehörigen bei Albersdörfer für die langjährige Arbeit zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen, seine offene Art und die Treue zu seiner Heimatpfarrei. Als Förderer hat er diese bei vielen Baumaßnahmen und bei der Orgelsanierung unterstützt. Bruckner übergab als kleines Präsent eine Erinnerungsplakette und eine Spende für den von Albersdörfer unterstützten "Sozialdienst katholischer Frauen" in Amberg. Er wünschte dem Jubilar gute Gesundheit und weiterhin viel Kraft bei seiner Tätigkeit. Mit dem Schlusssegen und dem gemeinsam gesungenen Lied "Großer Gott wir loben dich" endete die Messe.

Spende und Köstlichkeiten

Anschließend versammelten sich die Kirchenbesucher zu einem Glas Sekt und Gesprächen im Pfarrgarten. Diese Runde nutzte auch Bürgermeister Günter Kopp, um Alois Albersdörfer persönlich und im Namen der Gemeinde Kulmain für seine Arbeit und seine Treue zur Heimat und zum Priestertum zu danken. Die Aufgaben eines Priesters könnten auch sehr kräftezehrend sein, um so mehr freuten sich alle über den Elan und mit welcher Freude Albersdörfer noch immer tätig sei ist. Er sei eben "ein Pfarrer mit Leib und Seele", fasste Kopp zusammen. Neben einer Spende hatte er einen Korb mit Kulmainer Köstlichkeiten für eine Brotzeit mit Freunden in Amberg mitgebracht. Albersdörfer bedankte sich bei allen, die mitgeholfen haben, dieses Fest zu organisieren. Zur Person

Pfarrer Alois Albersdörfer (links am Altar) verfolgte die Dankesrede von Pfarrer Markus Bruckner (rechts).
Zur Person:

Religionslehrer, Pfarrer Dekan und Vorsitzender

Nach seiner Priesterweihe war Alois Albersdörfer Kaplan in Schwarzach und danach bis 1966 Präfekt an den Bischöflichen Studienseminaren in Regensburg und Weiden. Bis er 1981 Pfarrer in Ammerthal wurde, war Albersdörfer Religionslehrer in Bogen und zugleich Pfarrer in Pfelling in Niederbayern. In Ammerthal engagierte er sich auch als Katechet und Seelsorger bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Ab 1998 führte er lange Jahre als Vorsitzender die Caritas-Sozialstation Amberg und als stellvertretender Vorsitzender den Caritasverband der Stadt Amberg sowie des Landkreises Amberg-Sulzbach. Vom Caritasverband erhielt er das Ehrenzeichen in Gold.

In Ammerthal hat Albersdörfer den Bau des Pfarrheims und des Kindergartens angestoßen. Er stand als Dekan dem Dekanat Sulzbach vor und wirkte viele Jahre im Kirchensteuerausschuss der Diözese Regensburg mit. Mit Beginn des Ruhestandes zog er nach Amberg und war ab 2007 als Ruhestandspriester für die Pfarrei St. Martin aktiv. 2015 ist er ins Marienheim Amberg umgezogen. Dort ist er bis heute als Seelsorger tätig, bei Gottesdiensten, bei der Krankenkommunion und der -salbung. Für viele Mitbewohner des Marienheims ist er ein geschätzter Gesprächspartner.

Vor der Übernahme der Pfarrei Ammerthal war es für Alois Albersdörfer zeitlich noch möglich, immer wieder mal seine Heimatpfarrei zu besuchen und hier auch Gottesdienste zu feiern. Für die Pfarrei Kulmain und auch für die politische Gemeinde Kulmain ist Albersdörfer eine gerngesehene und hochgeschätzte Persönlichkeit.

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