19.04.2021 - 13:35 Uhr
KulmainOberpfalz

Nach 20 Jahren Gewerbegebiet-Planung in Kulmain abschließen

Einen Schritt weiter kam der Bebauungsplan "Am Schirnitzbach" in der Sitzung des Gemeinderates Kulmain. Bereits 1999 war seine Aufstellung geplant. Begonnen wurde sie noch, jedoch nicht zu Ende geführt.

Auf der grünen Wiese, links von der Straße, ist einer der beiden Parkplätze für den Friedhof vorgesehen. Nach der neuen Planung für das Gewerbegebiet Schirnitzbach erhält er eine Trafostation für Elektrofahrzeuge.
von Bernhard KreuzerProfil

Wie Bürgermeister Günter Kopp zu dem Tagesordnungspunkt Bebauungsplan "Am Schirnitzbach" eingangs erläuterte, sei damals im Zuge des Verfahrens lediglich der Bauhof errichtet worden.

Trafostation für E-Fahrzeuge

Ziel der erneuten Beratung war nun die Neuausweisung von verkehrsgünstig gelegenen Gewerbeflächen, die Schaffung eines Mischgebietes und die Darstellung einer Fläche für den Gemeinbedarf, sprich Bauhof, sowie die ökologische Aufwertung der Flächen am Schirnitzbach. Den überarbeiteten Vorentwurf erläuterte Diplom-Ingenieur (TU) Matthias Rühl vom Planungsbüro Stadt & Land aus Neustadt/Aisch. Neu aufgenommen in die Planung wurde eine Trafostation für Elektrofahrzeuge am Parkplatz des Friedhofs.

Mit der Verwirklichung des Gewerbegebietes werden aber auch zwei Reviere von Feldlerchen und ein Revier des Feldsperlings überbaut. Wegen des Vorkommens besonders geschützter Arten sind CEF-Maßnahmen (continuous ecological functionality measures: übersetzt in etwa "Maßnahmen für die dauerhafte ökologische Funktion") erforderlich. Für den Verlust der beiden Reviere für Feldlerchen sind zwei Blühstreifen von jeweils 2000 Quadratmeter anzulegen und die Installation von drei Rund-Nistkästen für Höhlenbrüter.

Erhöhte Thallium-Belastung

Vergnügungsstätten sind im Mischgebiet nicht zulässig, und im Gewerbegebiet keine Tankstellen. Einzelhandelsbetriebe mit einer Nettoverkaufsfläche über 200 Quadratmeter sind ausgeschlossen, ist unter anderem der textlichen Festsetzung zu entnehmen. Matthias Rühl erläuterte außerdem das Ergebnis der Schallmessungen und die sich daraus ergebenden Maßnahmen. Dem Bodengutachten ist eine erhöhte Belastung durch das Schwermetall Thallium, vermutlich mit natürlichem Ursprung, zu entnehmen.

Fassadenprogramm für Kulmain

Kulmain

Nach eingehender Erörterung beschloss der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans "Am Schirnitzbach". Der Verwaltung erteilte das Gremium den Auftrag, das Änderungsverfahren einzuleiten sowie die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange vorzubereiten.

Gewerbegebiet Schirnitzbach: Auf der grünen Wiese, links von der Straße, ist einer der beiden Parkplätze für den Friedhof vorgesehen. Nach der neuen Planung erhält er eine Trafostation für Elektrofahrzeuge.
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