26.11.2020 - 10:25 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Offener Jugendtreff Kümmersbruck soll Anlaufstelle für 8- bis 13-Jährige sein

Recht konkret sind die Vorstellungen für den Jugendtreff in Kümmersbruck. Die für die kommunale Jugendarbeit zuständige Claudia Mai (KJR) und die kommunale Jugendarbeitern Helena Schubert haben ein detailliertes Konzept ausgearbeitet.

Die zwei Container hinter dem TSV-Sportheim und der Skateranlage gelten als idealer Standort für den Offenen Jugendtreff. Im Frühjahr 2021 könnte Eröffnung sein. Der Gemeinderat Kümmersbruck muss aber noch darüber befinden.
von Klaus HöglProfil

Der Standort des Jugendtreffs ist bereits klar: Hinter dem TSV-Sportheim und unmittelbar neben der Skateranlage stehen dafür zwei Container bereit. Die gilt es jetzt mit Mobiliar auszustatten, um sie dann mit jugendlichem Leben zu erfüllen. Wenn alles nach Wunsch verläuft, könnte der Offene Jugendtreff im Frühjahr kommenden Jahres eröffnet werden, informiert Bürgermeister Roland Strehl. Und hofft, dass das Fazit am Ende sein wird wie bei der Skateranlage: „Es läuft so wie wir uns das vorgestellt haben.“

Die Einrichtung eines Jugendtreffs ist schon seit Jahren Thema in der Gemeinde Kümmersbruck, die Pläne blieben aber stets in den Anfängen stecken. Dieses Vorhaben steht am kommenden Dienstag in der Sitzung des Gemeinderats auf der Tagesordnung, nachdem es jetzt im Ausschuss für Demografie und Soziales explizit vorgestellt wurde. Claudia Mai und Helena Schubert informierten über die Standards der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, über die Bedarfsanalyse und den Praxisaustausch, die Ausstattung und Kalkulation. Der Jugendtreff soll für Jugendliche zwischen 8 und 13 Jahren eine Anlaufstelle sein. Der Besuch soll ohne jeglichen Zwang möglich sein, er soll den Vereinen keine Konkurrenz machen.

Im Kern soll der Jugendtreff ein Angebot zur Förderung der Entwicklung von jungen Menschen darstellen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden. Er soll sie ermuntern, gesellschaftliche Mitverantwortung zu tragen, und zu sozialem Engagement anregen. „Das alles läuft aber nicht von selbst“, betonte Roland Strehl. Und wies darauf hin: „Das alles muss sich in einem finanziell vertretbaren Rahmen bewegen."

Laut Berechnungen und Schätzungen von Claudia Mai und Helena Schubert ist inklusive Personal mit jährlichen Gesamtkosten von rund 34 000 Euro zu rechen. An Zufluss über Förderung und Einnahmen erwartet man etwa 6700 Euro. Daraus ergibt sich für die Gemeinde ein jährlicher Aufwand von etwa 25000 Euro.

Der offene Jugendtreff macht nur dann Sinn, wenn er Struktur, feste Ansprechpartner und eine gewisse Regelmäßigkeit hat, war man sich einig. Dazu sind ein Büro, Mobiliar und auch eine Spielangebot vonnöten, zum Beispiel Billiard, Kicker, Kochgelegenheiten, Basteln, Handwerk. Für den laufenden Betrieb sind 122 Öffnungstage vorgesehen, jeden dritten Samstag im Monat ein Workshop, Ausflüge jeden ersten Tag in den Ferien sowie ein Jugendgremium, das mitbestimmt. Die Gemeinde muss eine zusätzliche Fachkraft einstellen, die der fachlichen und persönlichen Eignung für den Betrieb des Jugendtreffs entspricht. Der Jugendtreff soll von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 17 bis 21 Uhr für Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren geöffnet sein sowie mittwochs von 15 bis 18 Uhr für Kinder ab acht Jahren.

Begegnungstätte für Kümmersbrucker Jugendliche

Kümmersbruck
Die zwei Container hinter dem TSV Sportheim und hinter der Skateranlage sind als idealer Standort für den Offenen Jugendtreff vorgesehen und deshalb auch dort errichtet worden, im Frühjahr 2021 könnte Eröffnung sein. Jetzt befindet noch der Gemeinderat .

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