23.11.2020 - 11:11 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kartbahn am Haidweiher bei Kümmersbruck hat neuen Betreiber

Die Gemeinde Kümmersbruck legt dem neuen Betreiber der Kartbahn am Haidweiher keinen Stein in den Weg. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn der feinkörnigen Asphaltbelag auf einer Kartbahn verträgt alles – nur eben keine Steine.

Markus Mayer (rechts) will, unterstützt von seiner Familie, die Kartanlage am Haidweiher weiter betreiben und auch noch aufwerten.
von Klaus HöglProfil

Die Kartbahn in der Gemeinde Kümmersbruck liegt am Haidweiherwinkel, stadtauswärts links zwischen der Bundesstraße 85 und der Bahnlinie. Die Fläche der gesamten umfasst 1,7 Hektar, wobei die Kart-Strecke selbst exakt 320 Meter lang und sechs Meter breit ist, fünf Links- und zwei Rechtskurven, fünf Geraden und sogar eine Boxengasse mit 60 Meter Länge aufweist. Ein rund vier Meter hoher Erdwall umrahmt die Anlage, zudem besteht jahrzehntealter Baumwuchs, weshalb die Kartbahn ganz besonders ideal liegt.

Die attraktive Freizeitsportanlage hat in Kümmersbruck eine lange Geschichte, wurde 1964 vom damaligen Kartclub als Clubanlage eröffnet und bis 1974 auch vom Club betrieben. Dann wechselte von 1982 bis 1994 der Mieter, ehe Familie Weber aus Amberg die Bahn von 1994 bis vor einem Jahr aktiv betrieb. Dann wurde es still auf der Outdoor-Bahn, das letzte Kart fuhr 2019 seine Runden. Der Betrieb der Anlage, einer von ganz wenigen in Nordbayern, wurde eingestellt.

Die vielen Kartfans aber wollten das so nicht hinnehmen. Und sie wurden erhört: Die Anlage hat einen neuen Betreiber. Der Lengenfelder Markus Mayer will dort als Pächter für neuen Schwung sorgen. Unter dem wohlklingenden Namen „Motodrom Amberg Kartbahn“ soll sie ein Anziehungspunkt für Alt und Jung sein. Mayer will das Areal weiter aufwerten: Er reichte bei der Gemeinde Kümmersbruck einen Antrag auf Ausstattung der Freizeitanlage mit einer Toilette und einem Imbiss-Stand ein, will die Anlage auf Vordermann bringen und dafür einen hohen fünfstelligen Betrag aufwenden. Mittlerweile liegt der Antrag beim Landratsamt. Segnet ihn die Behörde ab, sollte dem Vorhaben nichts mehr im Wege stehen.

Die Kart-Fangemeinde ist groß, für die Freunde des Motorsports und der Geschwindigkeit gehört das Kartfahren zu den beliebtesten Freizeit-Aktivitäten. „In erster Linie wird die Anlage auch weiterhin für den Freizeitsport offen sein“, kündigte Markus Mayer an, der von seiner Familie unterstützt wird. Aber vielleicht gebe es auch mal kleinere Wettbewerbe. Das Interesse an den schnellen Flitzern, die viel Kraft und Geschwindigkeiten von über 50 Stundenkilometern auf den Asphalt bringen, ist jedenfalls ungebrochen. Das Einstiegsalter für den Kartsport liegt laut den Experten bei sieben bis neun Jahren. In diesem Alter fing sich auch Markus Mayer den „Virus Co-Kart“ ein. Mit seinem Vater sei er öfter auf der Anlage am Haidweiher gewesen, erinnert er sich. Seither habe ihn das Kartfahren nicht mehr los gelassen. Der neue Betreiber der Kartbahn ist somit seit der Kindheit mit dem Motorsport verbandelt, unter anderem als süddeutscher Meister im Minicar. Wahrscheinlich ist die Anlage noch bis ins Frühjahr hinein wetterbedingt geschlossen, dann aber soll mit dem stundenweisen Betrieb begonnen werden.

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