13.11.2020 - 14:05 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gemeinderat bringt Neugestaltung des Kirchenumfelds in Kümmersbruck auf den Weg

Beflaggung war angesagt am 25. März 2019, Regierungspräsident Axel Bartelt machte seine Aufwartung. Die Gemeinde hat ihre damals größte Baustelle auf den Weg gebracht: den Dorfplatz in Kümmersbruck. Nun zeichnen sich die Veränderungen ab.

Der Blick vom Dorfplatz hinauf zur Kirche. Wo heute eine Parkpfläche zu sehen ist, soll einst eine Parkterrasse vom Dorfplatz zur Kirchen hinauf führen. Auf der linken Seite könnten sich die Planer bewachsene Gabionen vorstellen.
von Klaus HöglProfil

Rechnet man den Architektenwettbewerb hinzu, reichen die Planungen etwa zwölf Jahre zurück. Letztlich aber ist der Dorfplatz nur der eine Teil, der zweite Abschnitt wurde nun im Gemeinderat „prinzipiell zur Weitergabe auf den Weg gebracht“, wie es Bürgermeister Roland Strehl formulierte. Bei dem Vorhaben geht um fast das gesamte Umfeld der Kirche St. Antonius/St. Wolfgang hinunter zum Bereich Linden, Bachweg, Schule und natürlich Dorfplatz. Dieses Areal wurde in die Planungen mit einbezogen. Die Kirchen wird man dann aus einem anderen Blickwinkel sehen. Treppenanlagen vom Dorf zur Kirche sind geplant, aber auch Parkterrassen – insgesamt erfährt das gesamte Gelände eine massive Aufwertung.

1921 wurde die Zone um die Kirchen St. Antonius und St. Wolfgang im Verbund mit dem Dorfplatz überplant. Jetzt geht es darum, das Bauverfahren auf administrativ zu starten mit Blick auf staatliche Förderungen, diverse Genehmigungsverfahren und europaweite Ausschreibungen. Alexander Greiner vom Bauamt stellte den (vorläufigen) Bestandsplan zur Umgestaltung des Kirchenumfelds in Kümmersbruck bei der Gemeinderatsitzung vor. Läuft alles wie vorgesehen, wird 2021 die Planung abgeschlossen, erfolgt 2022 die erste Baumaßnahme, ist 2023 mit der Fertigstellung zu rechnen.

Ins Detail gingen die Informationen bei der Gemeinderatssitzung noch gar nicht, die Entwürfe der Architektin und Landschaftsplaner sind aber doch recht aussagekräftig. Es sei nun der richtige Zeitpunkt, um an den Bauabschnitt Kirchenumfeld zu gehen und größere Fördersummen abzurufen, hieß es. Die Gesamtkosten wurden mit rund 1,9 Millionen beziffert.

Das Projekt sofort auf den Weg zu bringen, war sich der Gemeinderat einig, insofern steht nichts mehr im Wege. „Das ist ein Projekt, das man jetzt fortführen sollte, um endlich mal eine angenehme Atmosphäre zu schaffen“, sagte CSU-Sprecherin Renate Amrhein. Werner Cermak (SPD) wollte wissen, welche Kosten die Kirchenstiftung trage. Werde doch teilweise auch der Kirchengrund umgestaltet. Monetär wolle sich die Kirche nicht beteiligen, lautete die Auskunft, gleichwohl aber habe sie nichts gegen die baulichen Maßnahmen.

SPD-Sprecherin Veronika Frenzel plädierte für eine finanzielle Beteiligung der Kirche und forderte, nochmals mit deren Verantwortlichen zu reden: "Schließlich profitiert die Kirche ja erheblich von der Maßnahme, und so arm wird die Kirche ja wohl nicht sein.“ „Wir werden nochmal reden mit der Kirche, noch haben wir Zeit dafür“, versprach Bürgermeister Roland Strehl, bevor das Gremium die ersten Schritte der Maßnahme auf den Weg brachte.

Kürzlich aus Kümmersbrucker Gemeinderat verabschiedet, nun ist er wieder da

Kümmersbruck
Gegenüber des südöstlichen Kircheneingangs zur Schule hin, wo jetzt noch Hecken und Büsche stehen, würden nach den Vorstellungen der Planer Kirchentreppen in das Gesamtensemble passen.
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