05.11.2020 - 14:35 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

KAB hält seit zehn Jahren Kreuzweg in Konnersreuth in Schuss

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Der Kreuzweg vom Kloster Theresianum zum Kalvarienberg in Konnersreuth ist ein beliebtes Ziel für Gläubige und Spaziergänger. Um die Pflege kümmern sich seit zehn Jahren ehrenamtliche Helfer der KAB. Unterstützung ist jederzeit willkommen.

Ein sechsköpfiges Team um Organisator Leopold Graßold (rechts) war am Mittwoch an der Kreuzweganlage unterwegs, um Pflegearbeiten durchzuführen. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr (links) dankte den Ehrenamtlichen im Namen der Pfarrei.
von Josef RosnerProfil

Rund 400 Meter lang ist der Kreuzweg, der vom Theresianum bis zur Kalvarienbergkapelle führt, 15 Stationen stehen am Wegesrand. Es kostet das ganze Jahr über viel Arbeit, die gesamte Anlage in Schuss zu halten. Am Mittwoch war es wieder soweit, einige Helfer der KAB rückten aus zu einem ihrer regelmäßigen Einsätze. Seit der Fertigstellung der Anlage im Frühjahr 2010 kümmern sie sich ehrenamtlich um die Pflege.

400 Arbeitsstunden im Jahr

"Wir sind jedes Mal zwischen sechs und neun Personen", berichtete Leopold Graßold, der von Beginn an die Arbeitseinsätze koordiniert und organisiert. "Wir leisten jährlich über 400 ehrenamtliche Stunden", betonte Graßold. An diesem Mittwoch stand die Beseitigung von Laub und Fallobst im Mittelpunkt. Gearbeitet wurde diesmal wieder aufgeteilt auf kleine Gruppen und in Etappen, um möglichst wenig Kontakt untereinander zu haben. Zudem wurden Masken getragen und es wurde auf den nötigen Abstand geachtet. Graßold erinnerte daran, dass die Pflegemaßnahmen in den Monaten März und April wegen Corona komplett ausfallen mussten, entsprechend habe man später nacharbeiten müssen.

Neue Helfer willkommen

In diesem Zusammenhang machte Graßold deutlich, dass neue Helfer jederzeit willkommen und sogar erwünscht seien. "Wir werden alle älter, da bleibt es nicht aus, dass einige dann nicht mehr kommen können, obwohl sie gerne würden", so Graßold. Wer Interesse habe, könne sich unter Tel. 09632/2761 bei ihm melden. Normalerweise dauert ein Pflegeeinsatz zwischen zweieinhalb bis fünf Stunden, so Graßold zum zeitlichen Aufwand. Als Dankeschön gebe es neben anerkennenden Worten am Jahresende ein gemeinsames Abschlussessen - das war es dann aber auch. "Die Arbeit an der frischen Luft macht auch Freude und wir sind eine gute Truppe", warb Graßold für die Tätigkeit.

Das ist erlaubt, aber man sollte zumindest etwas spenden oder sich mit einem Arbeitseinsatz einbringen.

Leopold Graßold über Leute, die im Herbst Obst am Kreuzweg ernten

Der letzte Arbeitseinsatz in diesem Jahr ist am Samstag, 14. November, geplant. Materialkosten, etwa für notwendige Anpflanzungen, übernimmt jeweils die Pfarrei. Unterstützt wird diese wiederum durch Spenden. Einen Dank richtete Graßold an das Erdenwerk Ziegler aus Stein, das Rindenmulch kostenlos zur Verfügung stellt. Weitere Spenden seien willkommen - vor allem von jenen, die im Herbst am Weg Äpfel und Aronia ernten. "Das ist erlaubt, aber man sollte zumindest etwas spenden oder sich mit einem Arbeitseinsatz einbringen."

Die Frage von Oberpfalz-Medien, ob es an der Anlage auch schon zu Vandalismus gekommen ist, verneinte Graßold. Allerdings würden etwa Flaschen, Fastfood-Verpackungen, sonstiger Unrat und Hundekot entlang des Weges hinterlassen.

Großartiges Engagement

Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr zeigte sich am Mittwoch vor Ort sehr dankbar, dass die KAB seit zehn Jahren den Kreuzweg pflegt. Er sprach von einem großartigen ehrenamtlichen Engagement und wünschte sich, dass die Einsätze noch lange anhalten. Pater Benedikt berichtete, dass der Kreuzweg sehr gut angenommen werde. Fast täglich seien Menschen dort unterwegs, um zu beten oder besinnliche Momente zu erleben. Leopold Graßold bestätigte dies: "Ich kenne jemanden, der ist jeden Tag da." Abschließend dankte Graßold all jenen, die sich in den vergangenen zehn Jahren mit Arbeitsleistungen oder Spenden eingebracht haben.

Am Ende des Kreuzwegs steht die Kalvarienbergkapelle, die 2022 200 Jahre alt wird. Die Pfarrei hofft, dass die Kapelle, die der Marktgemeinde gehört, bis dahin grundlegend saniert wird. Wie es hieß, hätten erste Planungen mit Architekt Gerhard Plaß bereits begonnen.

Einen Kreuzweg gibt es auch in Stadlern

Stadlern
Viel Laub gab es am Mittwoch beim Arbeitseinsatz entlang der Kreuzweganlage zu beseitigen.
Viel Laub gab es am Mittwoch beim Arbeitseinsatz entlang der Kreuzweganlage zu beseitigen.
Durch den Einsatz eines Laubbläsers ging die Arbeit etwas leichter vonstatten.
Auch die Kreuzanlage am Kalvarienberg wird von der KAB Konnersreuth betreut.
2022 wird die Kalvarienbergkapelle 200 Jahre alt. Bis dahin soll die Kapelle, die sich im Eigentum der Gemeinde befindet, restauriert werden.
Seit zehn Jahren kümmert sich die KAB Konnersreuth um die Pflege der Kreuzweganlage vom Kloster Theresianum (hinten) zum Kalvarienberg.
Im Blickpunkt:

Andacht an diesem Freitag

An diesem Freitag, 6. November, findet um 17.30 Uhr wieder eine Andacht am Kreuzweg statt. Federführend gestaltet wird diese von der KAB Konnersreuth und von Pater Benedikt Leitmayr. "Da sind alle herzlich zur Teilnahme willkommen", betont der Geistliche.

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