10.12.2019 - 15:26 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

"Nicht zu heiß und langsam braten"

Seit mehr als 20 Jahren steht Robert Dietz am Grill wenn der TSV Konnersreuth Heimspiele bestreitet. Er weiß, wie die perfekte Bratwurst gelingt, und hat Tipps für das Lieblingsessen am Heiligen Abend.

von Josef RosnerProfil

Gerade an Heiligabend gehören Bratwürste oft in den Familien auf den Teller. Bei vielen ist es seit Jahrzehnten Tradition, dass am 24. Dezember abends Bratwürste mit Sauerkraut serviert werden. Da duftet die ganze Wohnung. Die OWZ hat sich Tipps für die perfekten Bratwürste bei Robert Dietz geholt. Er muss es wissen: Alle zwei Wochen brät er bei den Heimspielen des Fußball-Kreisligisten TSV Konnersreuth die leckeren Bratwürste.

Seit 1985 ist Dietz Besitzer des dafür nötigen Gesundheitszeugnisses. Seit 23 Jahren geht er seinem ganz besonderem Hobby nach. Bei Bedarf hilft er auch bei anderen Vereinen am Grillstand aus. Der 50-jährige, ledige Konnersreuther gibt gerne Ratschläge, wie die Bratwürste zum Weihnachtsfest garantiert gelingen.

Bei seinen öffentlichen Einsätzen brät er die Würste ausschließlich mit Holzkohle. "Weil die dann einfach besser schmecken." Dabei darf der Grill nicht zu heiß sein, "über 160 Grad Hitze geht gar nicht". Dietz legt die Bratwürste auf den Grill und besprüht diese mit Wasser aus seiner Hand. Dies, so Dietz, verhindere das Platzen der Bratwürste.

Dietz hat in seinem Bratwurststand drei verschiedene Zonen. Zunächst werden die Bratwürste angegrillt. "Dann bei niedriger Hitze die Bratwurst ziehen lassen und sie dabei immer wieder rollen." Wenn sie fertig sind, legt er sie beiseite. Von dort werden sie ausgegeben. "Eine normale Bratwurst braucht etwa fünf Minuten auf dem Grill, bis sie beißfertig ist, Steaks brauchen etwa die doppelte Zeit, bis sie ausgegeben werden können", erklärt Dietz.

Welche Bratwürste sind den nun die besten? Auch da hat Robert Dietz eine klare Meinung: "Natürlich die Bratwürste unserer beiden Konnersreuther Metzgereien." Sie brät er seit mehr als zwei Jahrzehnten regelmäßig. Zu einer Bratwurstsemmel gehört ein mittelscharfer Senf, ist sich Dietz sicher. "Das erhöht den Geschmack."

Für zu Hause, am Weihnachtsfest, werden die meisten Familien keinen Grill anschüren, dann muss auch eine Pfanne reichen. Auch hier gilt: Sie sollte nicht heißer als 160 Grad sein. Ein Esslöffel Sonnenblumenöl oder Butter verhindert das Ankleben der Bratwurst in der Pfanne. Wichtig sei, dass die Würste vor dem Einlegen in die Pfanne trocken getupft würden. "Immer wieder mal die Würste umdrehen, bis alle Seiten schön knackig braun sind." Dann die Temperatur auf halbe Hitze zurückdrehen und die Bratwürste langsam fertig ziehen lassen.

Wichtig sei die niedrigere Temperatur und natürlich etwas Geduld, wenn die Bratwurst dann auch schmecken soll. Im Anschluss stehe einem gepflegten Essen mit einer Oberpfälzer oder auch oberfränkischen Bratwurst nichts mehr im Wege.

Robert Dietz macht das Ausbraten Spaß, zumal er dabei auch noch Zeit findet, den Fußballspielern des TSV Konnersreuth zuzuschauen. Pro Heimspiel, so Dietz, gehen rund 100 Essen über den Tisch. Auch beim Obst- und Gartenbauverein brät er regelmäßig bei den Mitarbeiterfesten im Reslgarten aus, bei diversen Vereinen und beim Konnersreuther Bürgerfest.

Robert Dietz hat noch ein weiteres interessantes Hobby. Er häkelt gerne und verziert dabei bunte Ostereier und vieles andere mehr. Und was kommt bei ihm am Heiligabend auf den Tisch? Ganz klar Bratwürste, die er dann gemeinsam mit seiner Mutter genüsslich verzehrt. Doch zuvor ist er ist noch bei der Jugend-Weihnachtsfeier des TSV Konnersreuth im Einsatz - auch da gibt es Grillspezialitäten aus der Hand von Robert Dietz.

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