24.08.2020 - 15:49 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Begegnungszentrum "Schafferhof": Einweihung verschiebt sich

Es sind schon weit mehr als die Konturen sichtbar. Doch ist noch viel zu tun. Und so verschiebt sich die Fertigstellung des Info- und Begegnungszentrums „Schafferhof“ in Konnersreuth. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

von Josef RosnerProfil

Eigentlich war heuer im Herbst die große Einweihung des neuen Info- und Begegnungszentrums „Schafferhof“ geplant. Daraus wird nun nichts. Neuer Termin soll jetzt Sonntag, 16. Mai 2021, sein. An diesem Datum findet der Internationale Museumstag statt. Als Grund für die Verzögerungen wurden unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie genannt. Deshalb hätten nicht alle Arbeiten wie geplant ablaufen können. Doch auch das Museumskonzept sei umfangreicher als zunächst gedacht. Bürgermeister Max Bindl und Sachbearbeiter Thorsten Malikowski stellten jetzt den aktuellen Stand der Arbeiten vor. Die Gesamtkosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro sollen eingehalten werden. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei rund 600.000 Euro. Zur Einweihung soll dem Vernehmen nach auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eingeladen werden, dessen Besuch in der Marktgemeinde noch aussteht.

Barrierefreier Zugang

Markant sticht das Projekt, das einstige landwirtschaftliche Anwesen „Schafferhof“, ins Auge. Vom "Schafferhof" aus gibt es einen bemerkenswerten Blick zu Pfarrkirche und Rathaus. Der Innenhof des Anwesens muss noch gepflastert werden. Auch für einen barrierefreien Zugang wird gesorgt. Weitere Flächen erhalten einen wassergebundenen Belag. Ebenso sieht es im hinteren Bereich aus; dort entsteht ein Parkplatz für 14 Fahrzeuge. Die Arbeiten stehen noch an. Von dort aus geht es zum Eingangsbereich mit Kassenhäuschen. Dies wird die erste Station beim Besuch sein. Bürgermeister Max Bindl informiert, dass das Museum täglich geöffnet sein soll, Montag aber ein Ruhetag eingeplant ist.

Spenden sind für den Ausbau des "Schafferhofs" immer willkommen

Konnersreuth

Ebenfalls im Eingangsbereich sind die Toiletten und der sanitäre Bereich untergebracht. Für einen barrierefreien Besuch im Museum und im Ratssaal sorgt ein Aufzug. Schon jetzt ein Blickfang ist der Gewölbesaal – ein Bereich, der früher als Stall genutzt wurde. Der Saal soll künftig als Einführungsraum dienen, wo die Besucher erste Erfahrungen mit dem Leben der Theres Neumann gewinnen können. Der Saal ist für 50 bis 60 Personen ausgelegt und soll später auch für private Feiern nutzbar sein.

Deckengemälde restauriert

Im Obergeschoss angekommen, fällt der neu verlegte Holzfußboden auf. Der Museumsbereich ist insoweit fertiggestellt, als dass die Vitrinen und Ausstellungsregale eingebaut werden können. Zwischenzeitlich wurde der Vitrinenbau bereits vergeben. Im großen Museumsraum fällt einem ein Deckengemälde aus dem Jahr 1828 auf, das restauriert wurde. Besonderes Merkmal dieses Raums sind zudem die originalen Fußbodenbretter aus längst vergangenen Zeiten. An vergangene Zeiten erinnert auch das Treppenhaus zum Obergeschoss hin.

Der Saal ist für 50 bis 60 Personen ausgelegt und soll später auch für private Feiern nutzbar sein.

Bürgermeister Max Bindl

Nach dem Rundgang durchs Museum geht es in den neuen Ratssaal, wo einmal die Konnersreuther Marktgemeinderäte tagen werden. Ausgestattet mit neuem Parkettboden wird der Saal ein repräsentatives Glanzstück der Marktgemeinde. Der Saal präsentiert sich bis zur Dachspitze offen und sehr großzügig. Rund hundert Quadratmeter stehen für Sitzungen aller Art den Markträten und auch den Besuchern zur Verfügung. Eine hochwertige Ausstattung ist gewährleistet, modernste Technik soll zum Einsatz kommen. Der Sitzungssaal hat zudem eine Fußbodenheizung, damit den Räten trotz heißer Diskussionen nicht kalt an den Füßen wird. Übrigens: Beheizt wird der "Schafferhof" mittels Nahwärmeversorgung (Pellet-Heizung) aus der benachbarten Grundschule. Wärme beziehen neben der Schule selbst auch das Musikvereinsheim und das Rathaus. Gleich neben dem Sitzungssaal sind das Archiv für des Resl-Museum und das Stuhllager platziert.

Bürgermeister Max Bindl lobte im Gespräch mit Oberpfalz-Medien das handwerkliche Geschick der Beschäftigten der am Bau beteiligten Unternehmen. Ganz besonders dankte er Architekt Gerhard Plaß sowie den Fachplanern, die vorzügliche Arbeit geleistet hätten. Die 24 verschiedenen Gewerke, von Aufzug bis Zimmerei-Arbeiten, wurden in drei Ausschreibungspaketen vergeben. Für die Verwirklichung des Theres-Neumann-Museums sind zwei Konzeptantinnen und ein Gestaltungsplaner engagiert. Mit dem Beginn der Arbeiten im Museum, wobei Vorarbeiten bereits laufen, rechnet die Marktgemeinde bis zum ersten Quartal des neuen Jahres. Drei Jahre Bauzeit sollen im Mai kommenden Jahres mit der feierlichen Einweihung gekrönt werden. Klar ist jetzt schon, dass das Info- und Begegnungszentrum die Marktgemeinde Konnersreuth aufwerten wird – auch wenn es im Vorfeld zu mancherlei Diskussionen kam. Nicht nur der Bürgermeister ist sich sicher: Mit diesem repräsentativen Gebäude wird Konnersreuth an Aufmerksamkeit gewinnen.

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