24.09.2020 - 15:20 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Auszeichnung für treue Resl-Verehrer

Der Niederländer Leo Korsten besucht seit fünfzig Jahren Konnersreuth. Der Bürgermeister und der Pfarrseelsorger würdigten jetzt diese Verbundenheit.

Seit 50 Jahren hält Leo Korsten (Zweiter von links) Konnersreuth und Therese Neumann die Treue, hier gemeinsam mit Ehefrau Lenie. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr (rechts) und Bürgermeister Max Bindl ehrten sie dafür.
von Josef RosnerProfil

Leo Korsten und seine Frau Lenie besuchen seit 50 Jahren die Pfarr- und Marktgemeinde Konnersreuth. Mittlerweile ist das Ehepaar alt geworden, Leo Korsten zählt 84 Jahre, seine Frau 83 Jahre. Weder Corona noch das hohe Alter konnte sie davon abhalten, am 16. Großen Gebetstags für die Seligsprechung der Therese Neumann teilzunehmen. Begleitet wurden sie auch dieses Mal von den Töchtern Marlies sowie Petra und deren Ehemann Ben.

Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr und Bürgermeister Max Bindl besuchten am Donnerstagabend das niederländische Quintett im Gasthof Schiml, um den Dank der Pfarrei und des Marktes zu überbringen. Zum Jubiläum hatte Pater Benedikt Leitmayr eine Urkunde erstellen lassen, die den Dank der Pfarrei zum Ausdruck bringen soll. Bei der Übergabe stellte der Geistliche holländische Sprachkenntnisse unter Beweis, sehr zur Freude der Gäste. Weiter überbrachte der Geistliche die Glückwünsche des Pilger- und Tourismusvereins.

Bürgermeister Max Bindl dankte mit den neuen Ortschronik für die jahrzehntelange Treue zu Konnersreuth, für Gattin Lenie gab es zudem Blumen. Pfarrseelsorger und Bürgermeister wünschten sich, dass die Familie Korsten nach lange nach Konnersreuth kommen kann. Auch der Gasthof Schiml dankte für die jahrzehntelange Treue zu ihrem Haus. In früheren Jahren organisierte Leo Korsten alljährliche sogar Pilgertouren aus seiner niederländischen Heimat Limburg nach Konnersreuth. Jedes Jahr nahmen bis zu 50 Wallfahrer die 625 Kilometer lange Reise auf sich.

Mit Therese Neumann verbindet Leo Korsten, wie er verriet, auch ein ganz persönliches Erlebnis. Er erzählte, dass er 1990 zwölf Wochen lang im Koma lag und anschließend auf einen Rollstuhl angewiesen war. Trotzdem habe er unbedingt nach Konnersreuth zur Resl reisen wollen.

In Konnersreuth habe er dann mit seinem Rollstuhl die abschüssige Strecke im Friedhof zum Resl-Grab zurückgelegt. Dort sei plötzlich der Rollstuhl umgekippt. Von da an war es sein Ziel, ohne Rollstuhl auszukommen. Kurze Zeit habe er wieder langsam laufen können. Zum Dank dafür habe er ein Danktäfelchen in der Votivtafelkapelle angebracht.

Leo und Lenie Korsten beklagten aber auch, dass die Reisen mit zunehmenden Alter immer beschwerlicher würden.

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