07.08.2020 - 16:22 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Kommentar: Schulschließung das allerletzte Mittel

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Kaum sind die Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern zu Ende, werden schon wieder Schulen wegen Corona geschlossen. Doch was wiegt schwerer: das Risiko einer Erkrankung oder das Recht auf Bildung? Ein Kommentar von Elisabeth Saller.

In Mecklenburg-Vorpommern werden Schulen wegen des Coronavirus schon wieder geschlossen.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil
Kommentar

Schon wieder werden Schulen in Deutschland wegen des Coronavirus geschlossen. Es scheint, als haben Schüler wie Eltern keine Lobby, die in den vergangenen Monaten für ihre Interessen gekämpft hat.

Es geht um das Wohl der Kinder. Immerhin darin sind sich alle Beteiligten einig. Doch was wiegt schwerer: das Risiko einer Corona-Erkrankung oder das Recht auf Bildung? Denn auch wenn sich die meisten Lehrer beim Homeschooling anstrengen: Die schwächeren Schüler geraten dabei noch weiter nach hinten, Kinder werden alleine gelassen, verbringen nicht einmal die Hälfte der sonst üblichen Zeit mit Lernen, Eltern sind als Ersatzlehrer überfordert. Eine Studie hat zudem herausgefunden, dass digitaler Unterricht für Kinder im Grundschulalter nichts bringt.

Eine Schließung von Schulen, Kindergärten und Kitas sollte Ultima Ratio sein. Denn es gibt Möglichkeiten, die zum Schutz vor Corona zuvor getroffen werden können und von Virologen als sinnvoll erachtet werden. Unter anderem kleinere Klassen. Aber halt, geht ja gar nicht: Lehrermangel. Die Misswirtschaft rächt sich wieder - leider immer an den falschen.

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