08.01.2019 - 12:34 Uhr
KohlbergOberpfalz

Trommeln für Artenvielfalt

Was haben Silvesterknaller mit Insektenschutz zu tun? Das kann der Kohlberger OWV-Vorsitzende erklären.

OWV-Vorsitzender Markus Müller und Karin Zielbauer, seine Stellvertreterin, können bald die Plakate für das Volksbegehren "Artenvielfalt" wieder ausrollen. Am 31. Januar beginnt in den Rathäusern die Eintragungsfrist.
von Autor JMLProfil

Müller, Chef des OWV im Markt, und seine Mitstreiter trommeln für das neue Volksbegehren und den Erhalt der Artenvielfalt im Insektenreich. "Denn jetzt sind viele der Hautflügler-Arten am Aussterben, und das in rasantem Tempo", mahnt er. Dagegen lief im letzten Sommer der Antrag auf das Volksbegehren Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern. Unter dem Slogan „Rettet die Bienen“ wurden deutlich mehr als die erforderlichen 25.000 Unterschriften gesammelt und damit die erste Hürde genommen.

Im zweiten Schritt müssen sich nun innerhalb von zwei Wochen zehn Prozent der bayerischen Wahlbevölkerung in den Rathäusern in Unterschriftenlisten eintragen, damit es innerhalb von sechs Monaten zu einem Volksentscheid kommt. „Wir müssen mindestens eine Million Menschen vom 31. Januar bis 13. Februar zum Eintragen in die Volksbegehrungslisten ,Artenvielfalt' in die bayerischen Rathäuser bringen“, erklärt Müller. Initiatoren sind Parteien und Umweltverbände.

Und die brauchen Geld für diese Aktion, etwa 350.000 Euro. "Also etwa so viel, wie gerade mal 10 000 Bürger am Jahreswechsel mit Raketen in die Luft jagen", weiß der OWV-Vorsitzende. Für Spenden gibt es bei der GLS-Bank ein Sonderkonto „Wissenleben e. V.“: Iban: DE10 4306 0967 8218 2169 01, Verwendungszweck: Artenvielfalt. "Wenn die erforderliche Summe zusammenkommt, gibt es die historische Chance auf das wirksamste Arten- und Naturschutzgesetz aller Zeiten", betont der Kohlberger OWV-Vorsitzende, der sich für das Volksbegehren ins Zeug legt.

Ob es dazu kommt, hängt laut Initiatoren davon ab, ob Millionen bayrischer Bürger ein Herz für ihre Heimat und Verantwortungsbewusstsein für ihre Kinder haben. Von den 21 bisher stattgefundenen Volksbegehren war zirka die Hälfte erfolgreich.

„Wildbienenhotels“, wie dieses am Naturerlebnisweg Klingenbachtal, sind nicht der rettende Strohhalm beim derzeit grassierenden Insektensterben. Ein Volksentscheid könnte da viel mehr bewirken.
Jede Insektenart ist für die ökologische Vielfalt unersetzbar.

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