12.10.2020 - 12:04 Uhr
KohlbergOberpfalz

Kohlberger Waldverein unter neuer Leitung

Ein dickes Dankeschön zum Ende der aktiven Zeit ging mit einem Geschenkkorb an Ehrenmitglied Karl Merkel. Markus Müller (links) übergab bei der Hauptversammliung den Vorstandsposten an Peter Wirth (rechts).
von Autor JMLProfil

Geplant war die Neuwahl für April, aber die Coronapandemie machte dem einen Strich durch die Rechnung. So leitete Markus Müller jetzt erst seine letzte Hauptversammlung als Vorsitzender. Abgesprochen war dieser Wechsel schon länger. Überraschend jedoch, dass auch Vizechefin Karin Zielbauer kurzfristig von allen Ämtern zurücktrat.

Die neue Vereinsführung wurde meist einstimmig von den 32 Anwesenden befürwortet: Vorsitzender Peter Wirth, Stellvertreter Markus Müller, Kassiere Andrea und Pero Gagulic, Schriftührer Oliver Heumann, Kassenprüfer Karlheinz Kreiner und Manuela Lauer, Hüttenwarte Richard Meiler und Pero Gagulic, Bankwarte Stefan Heumann und Adrian Gagulic, Heimatkundewart Walter Fischer, Vogel- und Artenschutzwarte Manfred Häring, Bernd Bauer und evtl. Matthias Zielbauer (in Abwesenheit), Jugendwarte Erika Dolles und Christine Scholz, Markierungswart Adrian Gagulic, Wanderwart Willibald List, und als Wart für besondere Aufgaben fungiert Heinz Prölß. Beisitzer: Renate Bock, Jochen Hausner, Halina Sladek, Rainer Kunkel und Johann Müller. Im gut 200 Mitglieder zählenden Zweigverein verstarben im Berichtszeitraum zehn langjährige Mitglieder. Ebenso viele konnten neu hinzugewonnen werden, wie Schriftührer Heumann ausführte.

Vorsitzenden Müller freute es, dass er zum Ende seiner Amtszeit dem Ehrenmitglied Karl Merkel mit einem Präsentkorb für dessen langjähriges Engagement danken konnte. 1983 Mitglied geworden, war Merkel schnell eine zuverlässige Stütze, führte akribisch genau als Schriftführer die Mitgliederkartei, brachte seine Architektenkenntnisse in Bauvorhaben ein und erwarb sich mit seiner freundlichen, ruhig-diplomatischen Art hohes Ansehen. Zuletzt wirkte er einige Jahrzehnte als Kassenprüfer mit. Im Alter von 85 Jahren wollte er, sehr zum Leidwesen der Vorstände nun aber doch "aus dem Geschirr gehen".

Kassierin Gagulic berichtete über die finanzielle Lage des Vereins. Das Laienspielkonto wurde aufgelöst, der Betrag wird zur Renovierung des Naturerlebnisweges verwendet. Für die drei Vogelwarte informierte Manfred Häring über 385 Nistkästen, davon waren 366 besetzt. 5 Futterstellen wurden bestückt, 51 Fledermauskästen kontrolliert und 3 Braune Langohren überwinterten in den Kellern. Heimatkundewart Walter Fischer gab schmunzelnd die Anfrage eines Ahnenforschers aus Köln bekannt, der nach Kohlberger Vorfahren suchte. Fischer konnte ihm aus seinem Archiv mit 84 Namen helfen, was dem OWV eine 50-Euro-Spende einbrachte.

Markierungswart Wirth will aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe an Adrian Gagulic weiterreichen, den er bereits eingearbeitet hat. "Der ist jung und fit für diese Aufgabe", sagt er. Auch die 42 Ruhebänke im Marktbereich werden von Gagulic zusammen mit Stefan Heumann gewartet.

Aktivitäten im Berichts-Zeitraum: Pachtvertrag über das Vereinsgelände mit der Kommune verlängert. Dach des ehemaligen Süßwarenstandes "Otto-Hütte" erneuert. Pflasterbereich an der Festhalle erweitert und neue Randplatten verlegt, Dachschäden ausgebessert, Grillplatz geschaffen und die von der Raumausstatterfirma Hausner gesponserten Vorhänge angebracht. Etwa 360 Arbeitsstunden. Besonderer Dank geht dafür an Richard Meiler und Ernst Stark für deren Einsätze. Die zeitintensiven Aktionen von Bernd Bauer im Artenschutz sind da noch nicht mit erfasst.

Vorhaben in 2021: Wieder Waldfest im Juli und Busausflug. Auflösung des Laienspielfundus, da die Gruppe nicht mehr besteht. In Zusammenrbeit mit Kommune, Naturpark, Unterer Naturschutzbehörde und OWV werden 2021 die schadhaften Stellen auf dem seit knapp 20 Jahren bestehenden Naturerlebnisweg umfassend erneuert. Häring, der als Berufsschullehrer für das Zimmererhandwerk aktiv ist, wird da mit seinen Schülern den maroden Steg und die Klingenbachbrücke wieder auf Vordermann bringen. "Mit witterungsbeständigem Eichenholz", sagt er. Das spart der Gemeinde erhebliches Geld, da nur die reinen Materialkosten anfallen.

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