14.07.2021 - 18:10 Uhr
KohlbergOberpfalz

Infotag über Grüngut und braune Tonne

In Kohlberg gibt es immer wieder Probleme mit der Abfallentsorgung. Es ist nicht die einzige Gemeinde, in der das vorkommt, doch die Kohlberger wollen die Situation verbessern und laden zum Abfallberatungstag ein.

Um den Grüngutcontainer und die braune Biotonne geht es am Abfallberatungstag in Kohlberg.
von fsbProfil

Treff zum Abfallberatungstag ist am Samstag, 17. Juli, um 10 Uhr ist am Containerstandort bei der Firma Roith. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Peter Hägler, Abfallberater des Landkreises, informiert zum allgemeinen Abfallrecht und insbesondere zu folgenden Fragen: "Was kann in den Grüngutcontainer? Wer darf ihn benutzen? Was sind die Vorteile einer Biotonne und was kostet diese?"

Bürgermeister Gerhard List berichtet im Vorfeld, dass in den Grüngutcontainern Hausmüll oder Bauschutt bei Fehleinwürfen entsorgt werde. Er appelliert an die Bürger, Beobachtungen an die Gemeinde zu melden. Damit das Volumen des Containers komplett genutzt werden könne, sei es wichtig, größere Äste zu zerkleinern. Sperriges Astmaterial kann während der ganzen Woche am Johannisfeuerplatz angeliefert werden. Möglich ist dies in den Kalenderwochen 8, 23 und 41. Eine Anmeldung im Bauhof (Telefon 436) oder im Rathaus (Telefon 286) und unter info[at]kohlberg-opf[dot]de ist möglich.

Leider würden in den Container nicht nur Rasenschnitt, sondern auch große Mengen hohen Grasschnittes von unbebauten Grundstücken geworfen, bedauert List. Der Container sei deshalb schnell voll. Nur wenn solche Flächen mülltechnisch erschlossen seien – also die volle Müllgebühr bezahlt wurde – dürfe dieses Grüngut angeliefert werden. "Ansonsten muss der Grasschnitt eigenkompostiert oder anderweitig, beispielsweise als Heu verwendet werden." List bittet die Bürger, das Gelände des Containerstandorts in ordentlichem Zustand zu hinterlassen.

Der Landkreis hat die Grüngutcontainer zusammen mit den Gemeinden für die regelmäßig anfallenden Pflanzenabfälle aus privaten Gärten aufgestellt, informierte Carola Prößl, die Pressesprecherin des Landratsamtes. Der Kreis verwertet mittlerweile zwei Drittel aller gesammelten Abfälle. Mit jährlich 13.480 Tonnen verarbeitet man eine große Menge an Gartenabfällen zu Gütekompost. Nur diese dürfen eingeworfen werden, um eine hohe Qualität zu erreichen. Eigenkompostierer zahlen eine ermäßigte Gebühr. Im Meldeformular versichern sie, alle anfallenden Bioabfälle auf dem eigenen Grundstück durch Kompostierung zu verwerten. Dazu zählen auch sämtlicher Rasenschnitt, Laub oder Schalen von Südfrüchten. Sie dürfen dann an den Grüngutsammelstellen nur noch stärkere Äste in zerkleinerter Form anliefern. "Das Landratsamt behält sich vor, die Eigenkompostierung vor Ort zu kontrollieren. Bei falschen Angaben droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren."

Zusätzlich gibt es die Entsorgung durch die Biotonne. Für diese gibt es keine Extra-Gebühr. Wer die volle Müllgebühr bezahlt, kann diese Tonne beantragen und die Gartenabfallcontainer nutzen. Wer keine Biotonne angemeldet hat, darf lediglich Äste in zerkleinerter Form anliefern. "In die Biotonne dürfen nur pflanzliche Küchenabfälle und Gartenabfälle." Aus ihnen wird über Biogas eine Verstromung oder Fernwärme gewonnen. Der vergärte Rest steht als Dünger zur Verfügung. Es gibt die Möglichkeit, eine 120 oder 240 Liter fassende Biotonne zu nutzen. Diese müssen sich die Grundstückseigentümer selbst bei Abfuhrunternehmen, in Baumärkten oder im Internet-Handel beschaffen. Die Abfallgebühr richtet sich nicht nach der Größe der Biotonne, sondern nach der Restmülltonne.

Biotonnennutzer dürfen natürlich weiterhin für den Eigenbedarf eine Kompostierung betreiben. Empfohlen wird, die Biotonne an einem kühlen Standort aufzustellen und den Bioabfall in einem geschlossenen Behälter mit Deckel zu sammeln. Küchen- oder Zeitungspapier, Papiertüten und Eierkartons helfen, die Tonne trocken zu halten. Die pflanzlichen Abfälle lassen sich praktisch in speziellen Papiersäcken aus braunem Kraftpapier sammeln. Keinesfalls dürfen Kunststoffbeutel in die Biotonne gegeben werden, auch wenn sie als "kompostierbar" gekennzeichnet sind. Sie zersetzen sich zwar, aber das dauert für die Verwertungsanlagen zu lange.

Vorsicht bei der Entsorgung von Asche

Neustadt an der Waldnaab
Hintergrund:

Gebühren für Restmülltonne im Landkreis

  • 60 Liter inklusive Bioabfallverwertung 57,48 Euro, bei Eigenkompostierung 42,48 Euro
  • 80 Liter inklusive Bioabfallverwertung 76,62 Euro, bei Eigenkompostierung 56,64 Euro

 

 

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