28.05.2021 - 17:44 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Rund um die Uhr geöffnet: Online-Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft Königstein

Behördenangelegenheiten von daheim aus erledigen: Für die Bürger des Marktes Königstein und der Gemeinde Hirschbach wird das ab Dienstag, 1. Juni, in manchen Bereichen Wirklichkeit sein.

Symbolisch durchschneiden die Bürgermeister Hermann Mertel (Zweiter von links) und Bernhard Köller (Zweiter von rechts) das Band und eröffnen das Online-Rathaus.
von Autor SCKProfil

„Mit der Maus ins Rathaus“ gaben die Bürgermeister der Gemeinden Königstein und Hirschbach, Bernhard Köller und Hermann Mertel, als Motto aus, als sie das neue Service-Portal ihrer Verwaltungsgemeinschaft offiziell freigaben. Damit gehören die Öffnungs- und Sprechzeiten in einigen Bereichen der Vergangenheit an. Vom kommenden Dienstag, 1. Juni, an haben allen Bürger die Möglichkeit, behördliche Angelegenheiten 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche bequem und unkompliziert von zu Hause aus zu erledigen.

Durch den komfortablen Online-Service können sich die Königsteiner und Hirschbacher manchen Besuch im Rathaus sparen. Fallen Gebühren an, können diese praktisch und sicher über die Bezahlverfahren Giropay und Paydirekt oder per Lastschrift beglichen werden.

Seit 2019 ist im Online-Zugangsgesetz die Digitalisierung im der Verwaltung festgeschrieben. Bürgermeister Bernhard Köller

und sein Amtskollege Hermann Mertel, die 2020 die Geschäfte von ihren Vorgängern übernommen haben, erklärten ihr Bemühen, den gesetzlichen Bestimmungen nachzukommen. Die unterschiedlichen Formulare standen zu einem großen Teil schon zum Herunterladen und Ausdrucken bereit. Nun ist das Ausfüllen auch direkt am eigenen Bildschirm möglich. Eine Dialogfunktion hilft dabei.

„Wir freuen uns, unsere Bürger entlasten zu können, indem sie nicht mehr bei jedem Anliegen ins Rathaus kommen müssen“, erklären unisono die beiden Bürgermeister. Unter www.vg-koenigstein.de kann beispielsweise der Bearbeitungsstand eines beantragten Passes abgefragt oder ein Führungszeugnis angefordert werden. Übers Internet besteht in den meisten Fällen die Möglichkeit, die eigenen Daten bereits vorab online zu erfassen, die notwendigen Unterlagen vorzubereiten und zu prüfen. Nach der Kontrolle durch den Sachbearbeiter können die übermittelten Daten dann direkt in der Verwaltung weiterbearbeitet werden.

Hilfreich ist auch Online-Fundbüro: Es kann nicht nur in der Heimatgemeinde nach verlorenen Sachen und Gegenständen gesucht werden, sondern auch im Umkreis. Sobald früher oder später der gesuchte Gegenstand gefunden und abgegeben wird, erhält der Besitzer eine Benachrichtigung. So werden in nahezu allen Bereichen die tatsächlichen Warte- und Bearbeitungszeiten in der Verwaltung erheblich verkürzt.

Allerdings können nicht ausnahmslos alle Behördengänge per Mausklick erledigt werden. Wo rechtliche Vorschriften die eigenhändige Unterschriften zwingend verlangen, wird es noch erforderlich sein, persönlich im Rathaus zu erscheinen. Bei den Mitarbeitern dort findet das Rathaus-Serviceportal schon Anklang: „Das spart nicht nur Zeit, beschleunigt die gesamten Verwaltungsvorgänge und vermeidet die Fehlerquellen bei der manuellen Erfassung von Formularen“, ist aus Mitarbeiterkreisen zu hören.

Für die Einbindung in die Rathaussoftware sorgte die Firma Komuna aus Altdorf, die mit der EDV im Rathaus betraut ist und den Schutz der Daten gewährleiste. „Bei über 150 bayerischen Kommunen haben wir das Rathaus-Serviceportal bereits eingerichtet“, erklärt ihr Vertreter Marco Vogl. Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten werde das Angebot laufend erweitert, kündigt er an.

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