08.07.2020 - 15:20 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Der Königsteiner Bürgermeister Bernhard Köller im Porträt

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Bernhard Köller ist einer von neun neuen Bürgermeistern im Landkreis Amberg-Sulzbach. Im Interview erzähl der 44-Jährige, wie er seinen Job und seine Ehrenämter unter einen Hut bringt.

Bernhard Köller hat zum 1. Mai 2020 das Amtszimmer im Königsteiner Rathaus, dem traditionellen Rothgerberhaus, seinem Amts-sitz als ehrenamtlicher Bürgermeister der Marktgemeinde Königstein, bezogen und sich an seine Arbeitstätte gewöhnt.
von Autor SCKProfil

Ammerthal, Ensdorf, Ebermannsdorf, Freihung, Hirschbach, Neukirchen, Schnaittenbach, Ursensollen - fehlt noch Königstein. In neun Kommunen des Landkreises Amberg-Sulzbach regiert seit der Kommunalwahl im März ein neues Gemeindeoberhaupt. Wir stellen die neuen Bürgermeister vor, heute Bernhard Köller (44), der für die Freien Wähler ins Königsteiner Rathaus eingezogen und schon viel früher in die Kommunalpolitik eingestiegen ist.

"Bereits in meiner Jugend haben mich Günter Frieser und Wolfgang Prasse, die damals im Marktrat vertreten waren, darauf angesprochen, ob ich mich nicht für Kommunalpolitik begeistern könne. Die Idee fand ich schon damals sehr interessant", blickt Köller zurück.

Den Einstieg in seine politische Karriere fand er dann bei der Freien Wählergemeinschaft Königstein als Vereinskassier. "Mein Vater war dritter Bürgermeister in Königstein, mein Schwiegervater übte zwei Perioden hindurch das Amt des ersten Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde im Allgäu aus", erzählt der neue Rathauschef von seinem persönlichen Umfeld. Der 44-Jährige gilt als geselliger Vereinsmensch, der gerne mit der Familie unterwegs ist, aber auch Zeit in seiner Holzwerkstatt verbringt. "Harmonie ist mir sehr wichtig, auch wenn ich weiß, dass diese nicht immer von selbst kommt und man dafür manchmal Türen öffnen muss", sagt er.

Köller zeigt sich sicher, dass seine Familie hinter ihm steht. "Meine Frau hält mir den Rücken frei und meine beiden Söhne sind stolz. Die beiden haben jedoch schon nach kurzer Zeit die Kenntnis gewonnen, dass Papa bei Weitem nicht mehr so oft zu Hause ist wie bisher." Der Königsteiner Bürgermeister ist ehrenamtlich für seine Gemeinde da. "Das klappt bisher recht gut", findet er. "Ich habe feste Zeiten zu denen ich im Rathaus bin, und feste Zeiten an der ich meiner Hauptbeschäftigung als Gerichtsvollzieher nachgehe." Das Gesamtpensum habe sich aber erheblich erhöht. "Das wusste ich vorher." An seinem Schreibtisch wartet jede Menge Arbeit auf ihn. Zunächst haben die bereits laufenden Projekte, wie die Erschließung des Neubaugebietes oder der Ausbau der Stadelreihe Priorität. Weitere große Projekte stehen mit dem Kindergartenumzug in die Schule und der Dorfsanierung in Kürmreuth an. Was er zu dem Berg an Aufgaben sagt, klingt bereits nach sehr viel kommunalpolitischer Erfahrung: "Ich möchte dafür Sorge tragen, dass Königstein an Attraktivität gewinnt und es für jeden Bürger schön ist, hier zu wohnen." Auch Köller hat die Coronakrise zum Amtsantritt eiskalt erwischt. "Den Start hatte ich mir sicher anders vorgestellt. Die aktuellen Corona-Beschränkungen und die entsprechenden Auflagen waren und sind für uns alle ungewohnt." Corona werde die Gesellschaft noch länger beschäftigen "als uns lieb ist", vermutet er. "Allerdings hat mir die Pandemie mehr Zeit zur Einarbeitung beschert." Köller ist hauptberuflich Gerichtsvollzieher. Nach der Mittleren Reife begann er beim Amtsgericht Hersbruck die Ausbildung zum Justizsekretär im mittleren Justizdienst. Es folgte die Beschäftigung am Oberlandesgericht Nürnberg, am Amtsgericht Amberg und bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Im Jahr 2000 startete er eine weiterführende Ausbildung zum Gerichtsvollzieher und wurde dann auch beim Amtsgericht Hersbruck als solcher beschäftigt. Aber das ist nicht seine einzige Profession.Vor vier Jahren absolvierte Köller die Ausbildung zum Rettungssanitäter und ist seither ehrenamtlich bei den First Respondern Königstein und im Regelrettungsdienst beim ASB Jura aktiv. Jetzt blickt er nach vorne und freut sich auf die Arbeit in der Gemeindeverwaltung. Schon jetzt bedankt er sich bei seinen neuen Kollegen, den Beschäftigten der Marktgemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft Königstein-Hirschbach: "Sie haben mich toll aufgenommen und leisten sehr gute Arbeit."

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