Spatenstich für künftigen Dorfmittelpunkt

Der Bau des neuen Dorfgemeinschaftshauses schweißt die Kleinwinklarner zusammen. Geschlossen haben sie erfolgreich die Planungsphase überstanden und ein funktionelles Gebäude entworfen.

In diesen Tagen war Spatenstich mit Geldgebern, Stadtvertretern, der Baufirma und der Dorfgemeinschaft. Ende 2021 soll das Projekt abgeschlossen werden und als attraktiver Mittelpunkt den Ort aufwerten.
von Helga ProbstProfil

Die Stadt Neunburg vorm Wald hat im Rahmen der Förderinitiative „Innen statt Außen“ das zentral gelegene, alte, vom Leerstand bedrohte Schulgebäude zwischenzeitlich bereits abgebrochen. Am Montag legte die Baufirma Steininger, Neunburg, nach dem offiziellen Spatenstich, los und hat mit dem Fundament für den Neubau des Dorfgemeinschaftshauses begonnen.

Der Neubau wurde notwendig, da die vorhandenen Räumlichkeiten für die Bedürfnisse der zahlreichen örtlichen Vereine kaum noch genügend Platz boten und viel zu beengt waren. Für Bürgerversammlungen oder größere Veranstaltungen musste oft in benachbarte Ortschaften ausgewichen werden.

Das alte Schulhaus wurde abgerissen; an dessen Stelle entsteht ein Gemeinschaftshaus.

Kleinwinklarn bei Neunburg vorm Wald

Das alte Schulhaus drohte auch deshalb leer zu stehen, da es sich bautechnisch wie auch energetisch in einem äußerst schlechten Zustand befand. Das Erd- und das Obergeschoss waren sehr kleinteilig gegliedert. Die Sanitäreinrichtungen wiesen einen nicht mehr zeitgemäßen Zustand auf. Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildungen im Erdgeschoss führten dazu, dass die Räume nicht mehr zu nutzen waren. Die marode Heizung, das stark sanierungsbedürftige Dach und die fehlende Barrierefreiheit reihten sich in die große Anzahl baulicher Mängel ein.

„Danke für diese tolle Unterstützung“, sagte Bürgermeister Martin Birner (links) in Richtung des Amts für Ländliche Entwicklung. Ein langer Wunsch gehe in Erfüllung und mit günstigen Förderungen könne das marode Schulhaus jetzt ersetzt werden.

Zeitgleich mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses soll in unmittelbarer Nachbarschaft eine Feuerwehrgerätehalle neu errichtet werden. Durch die Nähe zu dem 2015 errichteten Spielplatz, der als beliebter Treffpunkt von Kindern und Eltern genutzt wird, entsteht ein soziales Zentrum für die Kleinwinklarner. „Ganz im Sinne der Förderinitiative „Innen statt Außen“ soll das Dorfgemeinschaftshaus als Ersatzbau in der Dorfmitte errichtet werden“, erklärte Bauoberrat Martin Stahr.

Der zuständige Projektleiter vom Amt für Ländliche Entwicklung begrüßte es auch, dass so eine Neuversiegelung am Ortsrand vermieden werde. Das Gebäudeumfeld wird mit Schotterrasen und Rasenfugenpflaster für die Parkplätze, unter größtmöglicher Vermeidung von Versiegelungen, neu gestaltet und mit großkronigen Laubbäumen bepflanzt. Damit trägt die Maßnahme zur Aufwertung der gesamten Innerortslage von Kleinwinklarn bei, so Stahr. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit Sitz in Tirschenreuth fördert das Vorhaben mit 64 Prozent oder mit bis zu einer Million Euro.

„Danke für diese tolle Unterstützung“, sagte Bürgermeister Martin Birner. Stahr vertrete eine sehr flexible Behörde und habe stets ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen bei der Planung gehabt. Ein langer Wunsch gehe in Erfüllung und mit günstigen Förderungen könne das marode Schulhaus jetzt ersetzt werden. Der Dialog mit den Kleinwinklarnern sei offen geführt worden und der Stadtrat sei hinter dem Projekt gestanden, blickte Birner zurück. Architekt Gerhard Plöchinger begleitet den Neubau als Planer. Er hat es geschafft sämtliche Wünsche der Dorfgemeinschaft unterzubringen. Das Ergebnis der vielen Gespräche könne sich sehen lassen und verspreche zu einem wunderbaren Dorfgemeinschaftshaus zu werden. Die Eigenleistung der Bürgerinnen und Bürger garantiere eine Wertsteigerung des Objekts. „So wird der Zusammenhalt gefördert“, war sich Plöchinger sicher. Birner bedankte sich für den Rückhalt der Bevölkerung und sagte: „Wir schaffen das nur gemeinsam!“.

Hintergrund:

Das Dorfgemeinschaftshaus Kleinwinklarn entsteht auf dem Areal des alten Schulhauses

Beginn: Spatenstich 29. Juni 2020

Abschluss: Ende 2021

Baufirma: Fa. Steininger, Neunburg vorm Wald

Planer: Architekt Gerhard Plöchinger, Regensburg

Gesamtkosten: 1,5 Millionen Euro

Förderung: 64 Prozent oder bis zu einer Million durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (pko)

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