16.03.2020 - 14:59 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Marktgemeinderat Kirchenthumbach: CWG legt einen Platz zu

Die Bürger haben fleißig gewählt und verändern mit ihren Stimmen den Marktgemeinderat Kirchenthumbach nun zu einem Drittel: 6 neue Gesichter sind künftig in dem 16-köpfigen Gremium zu sehen. Sie kommen aus fast allen Listen.

Die Kommunalwahl in Kirchenthumbach interessiert viele Bürger. Vor dem Rathaus warten sie auf die Ergebnisse.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Um 23.20 Uhr sind am Sonntag alle acht Gebiete der Marktgemeinde Kirchenthumbach ausgezählt. Der Gemeinderat ist für die nächsten sechs Jahre aufgestellt. Sechs neue Vertreter dürfen nun die Geschicke der Gemeinde mit lenken. Für die SPD sitzt neben Tanja Groß (965 Stimmen), Dominik Brütting (1389) und Jan Wiltsch (1246) nun auch Christine Smith (561) im Gremium. Bei der CSU erhielten erneut Josef Schreglmann (1174) und Winfried Sporrer (658) das Vertrauen der Wähler. Die CWG legte einen Platz zu und darf mit Richard (1102) und Daniel Götz (1120) sowie Philipp Kroher (neu, 1280), Jürgen Geyer (1395) und Ewald Plößner (neu, 1595) nun fünf Vertreter schicken. Plößner, der als Bürgermeisterkandidat nur knapp gegen Jürgen Kürzinger (SPD, 1776) verlor, erhielt hier nun das Vertrauen. Für die Wählergemeinschaft der ehemaligen Gemeinde Sassenreuth sitzen zukünftig zwei Adelhardts im Rathaus: Georg (434) und Jürgen (neu, 431). Von der Bürgergemeinschaft Thurndorf gehören zwei neue Mitglieder dem Gremium an. Die Bürger votierten hier für Alexander Schatz (743) und Georg Schraml (577). Das Gremium komplettiert Rudi Stopfer (336) von der Wählergemeinschaft der ehemaligen Gemeinde Heinersreuth. Er saß auch schon die vergangene Periode im Marktgemeinderat.

Dass so viele neue Räte dabei sind, freut den wiedergewählten Bürgermeister Jürgen Kürzinger. Die Neueinsteiger müssten nun erst einmal eingearbeitet werden - auch in Themen mit Vorgeschichten. "Es soll nicht so sein, dass es heißt: ,Ich konnte keine Entscheidung treffen, weil ich die letzten sechs Jahre nicht dabei war'", betont Kürzinger. Viel Wert legt der Bürgermeister auch auf gegenseitige Wertschätzung der Räte - trotz unterschiedlicher Listen. "Die Räte haben vom Wähler ein Votum gekriegt und das haben sie für Kirchenthumbach umzusetzen, nicht für sich selbst." Auch wenn "der ein oder andere bestimmt noch angesäuert sein" wird, gelte es nun, die Arbeit aufzunehmen und gemeinsam das Beste für die Marktgemeinde zu entscheiden. "Wir werden uns treffen, sehen, wo wir zukünftig Mehrheiten und den zweiten und dritten Bürgermeister sehen", gibt Kürzinger die Richtung vor. Mit der CSU könne er sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit vorstellen: "Ich denke, dass Josef Schreglmann das Amt des zweiten Bürgermeisters wieder dankend annehmen würde, weil es bislang gut geklappt hat." Mit welchen Gruppierungen die SPD zusätzlich gemeinsame Sache machen möchte, will Kürzinger am Tag nach der Wahl noch nicht sagen.

Auch Ewald Plößner, der Bürgermeisterkandidat der CWG und zukünftiger Marktgemeinderat, hält sich in dieser Hinsicht noch bedeckt. Er freut sich zunächst, dass er einen Sitz im Rathaus ergattern konnte und die CWG erneut ein Rekordergebnis eingefahren habe. "Letztes Mal waren es über 8000 Stimmen, dieses Mal über 10.000 - wieder mehr, obwohl es nicht mehr Wähler werden." Damit hängt die CWG alle anderen Listen im Marktgemeinderat Kirchenthumbach ab. Als eine der wichtigsten Aufgaben für die nächsten Jahre sieht Plößner ebenfalls die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit im Gremium. "Jetzt ist der Wahlkampf vorüber."

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