26.08.2020 - 10:17 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Hauptversammlung der besonderen Art

Die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins fand heuer erstmals in der Schulturnhalle unter den gegebenen Hygienevorschriften statt. Neu ist auch die Zusammenstellung des Vorstands.

Eine etwas andere Jahreshauptversammlung gibt es diesmal beim SPD-Ortsverein in Kirchenthumbach: Die Veranstaltung findet wegen Corona zum ersten Mal in der Schulturnhalle statt.
von Jürgen MaschingProfil

Dass das Jahr 2020 kein gewöhnliches ist, zeigte sich auch in der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins, der erstmals in seiner Geschichte auf die Schulturnhalle als Veranstaltungsort ausweichen musste: Betreten mit Maske, Händedesinfektion und Abstand war der Tenor, noch bevor Vorsitzender Jan Wiltsch die Versammlung eröffnen und die Teilnehmer begrüßen konnte. In der anschließenden Wahl wurde Vorsitzender Jan Wiltsch einstimmig von den Anwesenden für die kommenden zwei Jahre wieder gewählt. Bestätigt wurde auch Dominik Brütting als Stellvertreter. Neu wird zukünftig ein Mitglied der Jusos im Vorstande vertreten sein. Einstimmig wurde für Daniela Kausler votiert. Beisitzer sind in den nächsten zwei Jahren Tanja Groß, Christine Smith, Helga Friedl, Jürgen Kürzinger, Herbert Regner und Manfred Schaller. Das Amt des Schriftführers übernimmt Fabian Kürzinger, Kassier wird Oliver Löckler.

Dass Covid 19 unmittelbar nach der Kommunalwahl den Alltag beherrschte, das war kaum vorherzusehen. Umso erfreuter zeigte sich Wiltsch, dass der Ortsverein binnen weniger Tage ein aktives Netzwerk aus engagierten Helfern über alle Parteigrenzen hinaus auf die Beine stellen konnte. Diese waren nicht nur beim täglichen Einkauf, sondern auch bei der Vermittlung von Masken und Desinfektionsmittel behilflich. Auch lobte er den großen Zusammenhalt, der von Beginn der Pandemie an spürbar war. „Während sich im Kommunalwahlkampf noch große Gräben auftaten, zeigte sich nach der Wahl, dass Dumba zusammenhält und jeder dem anderen hilft, wo er nur kann“, sagte Wiltsch weiter. Zwar ruhe das SPD-Netzwerk derzeit, könne aber im Notfall schnell reaktiviert werden.

Mit einem Rückblick auf die Wahl und einer Analyse arbeitete der Vorsitzende die Tagesordnung ab, wobei er feststellte, dass die Kandidaten insbesondere bei der Urnenwahl punkten konnten. Dass es letztendlich doch ein knappes Ergebnis wurde führte der Vorsitzende auf verschiedene Faktoren zurück: Zum einen startete der Ortsverein bewusst spät in den Wahlkampf, zum anderen überlagerten Medienkampagnen die Sachthemen. Dennoch konnte der Ortsverein Stimmen dazu gewinnen, weshalb man nun in der Verantwortung sei, die Geschicke der Gemeinde positiv zu lenken. Weiterhin stellen die Roten den Bürgermeister und auch mit vier Plätze im Gemeinderat sind die Sozialdemokraten vertreten, darunter die einzigen Rätinnen Tanja Groß und Christine Smith.

Im Rechenschaftsbericht richtete Wiltsch den Fokus auf die Veranstaltungen in der Gemeinde und die gute Zusammenarbeit im Vierstädtedreieck. Im vergangenen Jahr erhielt die SPD insbesondere beim Kinderferienprogramm, beim Abendflohmarkt und beim Christbaumloben großen Zulauf und durchweg positiven Zuspruch. Für das Baumpflanzen am 3. Oktober ist eine Fortsetzung geplant. Ob die Veranstaltungen heuer durchgeführt werden können, ist jedoch fraglich und hängt vom Pandemieverlauf ab. Den Abendflohmarkt müsse man heuer absagen, da für einen Flohmarkt in der Heberbräuhalle keine sinnvollen Hygienemaßnahmen umsetzbar seien, informierte Wiltsch, wohingegen für das Ferienprogramm in der VG mit einem Malkurs von Maria Hertrich eine schnelle und für die Kinder tolle Lösung gefunden werden konnte. Über die übrigen Veranstaltungen müsse man jedoch kurzfristig entscheiden.

In einem Bericht aus dem Gemeinderat informierte Fraktionssprecher Dominik Brütting über die kommunalpolitischen Ereignisse des Jahres. Der alte und neue Vorsitzende Jan Wiltsch bedankte sich bei den Mitgliedern für die aktive Mitarbeit und den stetigen Zulauf zur Partei. Gerade die jungen neuen Mitglieder geben wertvollen Input und liefern gute Gedanken, weshalb er positiv in die Zukunft blicken könne.

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