29.07.2021 - 10:56 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Feuerwehren Eschenbach und Kirchenthumbach kehren aus Unwettergebiet zurück

Die Eindrücke, welche die Feuerwehrkameraden aus Eschenbach und Kirchenthumbach in Rheinland-Pfalz sammelten, werden wohl noch einige Zeit bleiben. Sie berichten von "kriegsähnlichen Zuständen" nach der Flutkatastrophe.

Auch in Kirchenthumbach war Bürgermeister Jürgen Kürzinger zur Begrüßung dabei
von Jürgen MaschingProfil

"Schockiert, unvorstellbar, noch nie gesehen", lauteten die Eindrücke der Kameraden der Feuerwehren Eschenbach und Kirchenthumbach nach ihrer Rückkehr aus dem Unwettergebiet in Rheinland-Pfalz. Nachdem das Hilfskontingent aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab und der Stadt Weiden am vergangenen Samstag in Richtung Rheinland-Pfalz aufgebrochen war, kamen sie am Mittwochabend wieder zurück in die Oberpfalz.

Nach einer mehrstündigen Fahrt in der Kolonne und dem Sammelpunkt auf dem Weidener Volksfestplatz ging es für die Feuerwehrkräfte wieder zurück in ihre Standorte. Empfangen wurden sie dort von ihren Familien und den Feuerwehrkameraden.

In Kirchenthumbach sprach Bürgermeister Jürgen Kürzinger allen Beteiligten seinen Dank aus und begrüßte jeden persönlich. Die acht Feuerwehrmänner hatten die drei Einsatztage in Altenahr und Altenburg in Rheinland-Pfalz verbracht und dort nicht vorstellbare Dinge gesehen. „Es sah aus wie im Krieg“, sagte Kommandant Torsten Goss. Keller auspumpen, Schlamm aus den Häusern bringen, Schutt wegräumen, alles waren Aufgaben, die sie bisher nur bei kleineren Einsätzen hier bei uns kannten.

Zudem hatte die Feuerwehr Kirchenthumbach, zusammen mit der Feuerwehr Grafenwöhr einen „besonderen Auftrag“. Nach einem schweren Verkehrsunfall wurden sie alarmiert. Sie befreiten die Personen aus dem schwer beschädigten Fahrzeug und übergaben sie dem Rettungsdienst. „Die eigentlich zuständige Feuerwehr von Altenahr hat ja keine Fahrzeuge mehr, die wurden alle weggeschwemmt“, erklärte Goss.

Auch in Eschenbach erwarteten mehrere Kameraden die Einsatzkräfte. Bürgermeister Marcus Gradl hatte die Stadtkapelle organisiert, die zur Begrüßung aufspielte. „Ich bin stolz auf euch“, waren seine ersten Worte. Auch die Eschenbacher hatten die gleiche Auffassung wie die Kollegen aus Kirchenthumbach. „Kriegsähnliche Zustände“, sagte Kommandant Christian Götz: "Die Bilder zeigen nicht mal ansatzweise, wie es dort aussieht".

Hilfskontingent aus Weiden und dem Landkreis Neustadt: Erste Bilder aus dem Katastrophengebiet

Weiden in der Oberpfalz
Die Stadtkapelle in Eschenbach spielte auf, als die Kameraden zurückkamen
Am Mittwochabend kamen die Einsatzkräfte wieder zu Hause
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