09.09.2020 - 09:35 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Bergfest mal anders feiern

Vieles läuft beim diesjährigen Bergfest der Pfarrei Mariä Himmelfahrt wegen des Coronavirus anders ab als sonst. Das Kreuzwegbeten eine Woche vor dem Fest hat allerdings wie gewohnt stattgefunden.
von Fritz FürkProfil

Jährlich feiern die Gläubigen der Pfarrei Mariä Himmelfahrt ein Bergfest. Das diesjährige Bergfest am Samstag und Sonntag (12./13. September) wird diesmal aber anders ablaufen als gewohnt. Wegen der Pandemie kann keine Lichterprozession stattfinden und auch die Teilnehmerzahl ist auf 200 Personen begrenzt. Das Pilgern auf den Berg lohnt sich trotzdem. Am Freitag, 11. September, findet zum Auftakt des Festes in der Pfarrkirche eine Andacht mit Krankensalbung statt. Die Vorabendmesse am Samstag um 19 Uhr findet ebenfalls in der Pfarrkirche statt. Beim Festgottesdienst am Sonntag ist die Teilnehmerzahl auf 200 Personen beschränkt. Ein Ordnungsdienst wird dies überwachen. Zugang ist daher nur von der Eingangsseite der Bergkirche möglich. Bei ungünstiger Witterung werden der Festgottesdienst und die abendliche Marienfeier in die Pfarrkirche verlegt. Am Sonntag um 9 Uhr findet im Freien ein Festgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger statt. Die Predigt bei der Marienfeier um 20 Uhr hält ebenfalls der hohe Gast aus Regensburg.

Zur Vorbereitung auf das Bergfest fand bereits am Sonntag ein Kreuzwegbeten vom Krawandorf hinauf zur Wallfahrtskirche Maria Zell statt. Pfarrer Augustin Lobo konnte zahlreiche Gläubige begrüßen. Als Lektoren stellten sich Gertrud Lehner und ihre Tochter Maria zur Verfügung. Das Kreuzwegbeten hinauf zur Bergkirche auf den "Heiligen Berg" der Kirchenthumbacher hat eine lange Tradition. Die Nachbildung der Via Dolorosa in Jerusalem, der Leidensweg Jesu Christi ist einer Bürgerin aus Kirchenthumbach zu verdanken. Im Jahre 1852 erkrankte Frau Katharina Diepold schwer. Sie versprach für den Fall der Wiedergenesung ein Geldopfer zum Bau der Kreuzwegstationen. Nachdem der Malermeister Seitz aus Auerbach die 14 Stationsbilder auf Gussplatten gemalt und der ebenfalls aus Auerbach stammende Maurermeister Schwemmer die behauenen Steine geliefert hatte, begann man im Frühjahr 1865 die Stationssäulen am Prozessionsweg zur Bergkirche aufzurichten. Noch rechtzeitig vor dem Bergkirchweihfest Mariä Geburt konnte dann der Kreuzweg am 23. Juli1865 eingeweiht werden. Im gleichen Jahr wurden Lindenbäume gesetzt und dadurch konnte die früher mit nur zwölf Bäumen begonnene Lindenallee bis hinab zur ersten Station vervollständigt werden. 97 Jahre später, am 3. September 1962, ließ der damalige Regierungspräsident der Oberpfalz. Georg Zizler, die Lindenallee zu einem Naturdenkmal erheben. Auf der Urkunde steht unter anderem zu lesen "... seit langer Zeit belebt und bereichert das geschützte Denkmal das Bild der heimatlichen Landschaft. Sein Besitz verpflichtet darum, es pfleglich zu behandeln, damit es auch zukünftigen Geschlechterfolgen Zeugnis gebe von der Verbundenheit unserer Vorväter mit den Dingen der Natur."

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