30.10.2020 - 13:45 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Allerheiligen in der Pfarrei Kirchenthumbach: Pfarrer segnet Gräber alleine

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen werfen alles über den Haufen – selbst beim Gedenken an die Verstorbenen. Das ist auch in der Pfarrgemeinde Kirchenthumbach so.

Die Gräber auf dem Kirchenthumbacher Friedhof sind wie alle Jahre mit viele Liebe geschmückt worden. Doch der Gräbergang mit Segnung im Beisein zahlreiche Friedhofsbesucher fällt heuer aus.
von Fritz FürkProfil

Wegen der Dezimierung bei Gottesdiensten und Andachten im Freien auf 200 Personen ist es nicht möglich, an Allerheiligen eine Gräbersegnung mit Beteiligung der Gläubigen durchzuführen. Es findet auch keine Prozession von der Pfarrkirche zum Friedhof statt. Dies teilt die Pfarrei Mariä Himmelfahrt im jüngsten Pfarrbrief mit.

Auch eine Einhaltung des Abstandes von 1,5 Meter zwischen den Gräbern könne nicht gewährleistet werden. "Wir möchten verhindern, dass die Gläubigen vom Friedhof verwiesen werden müssen, da die Personenzahl von 200 in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches überschritten wurde", wird betont. Pfarrer Augustin Lobo wird deshalb die Gräber alleine segnen.

An Allerheiligen, Sonntag, 1. November, findet um 14 Uhr eine Allerseelenandacht für die Verstorbenen des vergangenen Jahres statt. Deren Familien wurden persönlich angeschrieben. Es konnten jeweils maximal fünf Plätze reserviert werden.

Bei den Gottesdiensten am heutigen Samstag und morgen, Sonntag, werden Grablichter gesegnet, die selbst mitgebracht werden müssen. Weihwassergefäße können in der Kirche zum Befüllen abgestellt werden. Die Gräber können von den Gläubigen den ganzen Tag über besucht werden.

Für die im vergangenen Kirchenjahr verstorben Mitglieder der Pfarrei findet an Allerheiligen um 14 Uhr eine Andacht statt, die pandemiebedingt nichtöffentlich ist. Eine Tafel im Gotteshaus mit den Sterbebildern erinnert an die 27 Verstorbenen.
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