23.10.2020 - 15:43 Uhr
KemnathOberpfalz

Wolframshofer „Schlossleben“ in Kleingruppen

Schreinermeister Johann Götz fertigte in den 1950er Jahren dieses Modell des Schlosses Wolframshof, das zusammen mit zahlreichen Bilddokumenten aus der Geschichte von Schloss und Freiherrenfamilie von Lindenfels im Kemnather Museum zu besichtigen ist.
von Bernhard PiegsaProfil

Unter dem schlicht-gediegenen Titel „Schlossleben – Herrschaft und Gut Wolframshof in frühen Fotografien“ gewährt das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum in der Fronveste Einblick in die Familienalben der Freiherren von Lindenfels und die bewegte Geschichte ihres Schlosses Wolframshof bei Kastl im 19. und 20. Jahrhundert. Historische Fotografien und Dokumente geben Impressionen vom Alltag des adeligen Landlebens im Kemnather Land.

Die Ausstellung, die das Museumsteam des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) gemeinsam mit Tatjana Guth, der Tochter des letzten Wolframshofer Barons Max Wolf von Lindenfels, und Christiane von Sobbe, einer Großcousine seiner Gattin Christa von Lindenfels (Ch. von der Schulenburg), gestaltet hat, gliedert sich in die Themenfelder: Schloss – Inneneinrichtung des Schlosses – Familie – Gutshof. Vor allem das verheerende Schlossfeuer vom 22. November 1920 – das zweite innerhalb von 62 Jahren – und der anschließende durchgreifende Umbau des Gebäudes sowie das edle Mobiliar, zu dem für etliche Jahre der erste bei Steingraeber in Bayreuth gefertigte Flügel zählte, werden ausführlich dokumentiert.

Die Ausstellung in der Fronveste, Trautenbergstraße 36, kann bis 22. November besucht werden. Hierfür ist Anmeldung bei Herrn Hans Rösch, Telefon 09642/8396, erforderlich. Die Besucher werden in Kleingruppen von vier bis fünf Personen durch das Museum geführt, der Eintritt ist frei. Bitte Mund-Gesichts-Masken nicht vergessen. Es gelten die allgemeinen Hygienevorschriften wie Maskenpflicht oder Wahrung von 1,5 Metern Abstand zu anderen Besuchern. Die üblichen Sonntagsöffnungen für „jedermann“ entfallen bis auf Weiteres.

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