27.10.2020 - 13:51 Uhr
KemnathOberpfalz

Wallfahrt der Kemnather auch bei Corona

Mit dreimonatiger Verspätung holte die Pfarrei Kemnath die Wallfahrt nach Marienweiher nach. Dabei hatten die Gläubigen die Möglichkeit, am 184. Mal zweimal teilzunehmen.

Vor der Rückfahrt betete Stadtpfarrer Thomas Kraus mit den Kemnather Pilgern den Kreuzweg.
von Josef ZaglmannProfil

Wegen der Coronapandemie musste die traditionelle Fußwallfahrt nach Marienweiher im Juli dieses Jahres abgesagt werden. Dennoch waren am eigentlichen Wallfahrtssonntag (19. Juli) einige Kemnather nach Marienweiher gepilgert. Am Samstag brachen noch einmal 30 Pfarrangehörige und Mitglieder des Marianischen Wallfahrervereins mit Privat-Pkw zur 184. Pfarrwallfahrt auf, um offiziell das Gelübde ihrer Vorfahren zu erfüllen.

Nach einem kurzen Mariengruß und der Begrüßung durch einen Franziskanerpater feierten sie mit Pfarrer Thomas Kraus ein Wallfahreramt. Er wies in seiner Predigt darauf hin, dass die Basilika als momentane Baustelle ein Sinnbild für das ausklingende Jahr mit allen Einschränkungen für das Pfarrleben und der ausgefallenen Fußwallfahrt sei. Es gelte aber gerade in diesem Jahr, bei der Gottesmutter in Marienweiher Trost zu suchen. So wie die Basilika bald fertiggestellt sein wird, so werde auch im Alltag hoffentlich bald wieder alles gut. Maria sei die Patronin des Alltags. Sie selbst kenne "die Arbeit und Sorge ums tägliche Brot, die Mühsal des Lebens in Armut und Not." In ihrem Alltag sei ihr der Ruf des Engels widerfahren. In ihrer Sorge um Jesus habe sie ihre Berufung treu angenommen. So lade sie uns ein, den Alltag mit seinen Höhen und Tiefen in Vertrauen zu tragen und nach Gottes Weggeleit Ausschau zu halten. Gleichzeitig hole sie die Menschen heraus aus dem monotonen Betrieb dieser Welt und ermutige sie, auf ihren Sohn Jesus Christus zu schauen.

Im Gottesdienst wurden auch die zahlreichen Gebetsanliegen, die die Pfarrangehörigen in einen Rucksack in der Kemnather Stadtpfarrkirche gegeben haben, mit ins Gebet genommen. Nach einem Mittagessen beteten die Gläubigen die traditionelle Kreuzwegandacht im Freien rund um die Basilika. Mit einem abschließenden Gebet in der Kirche und der Segnung der Andachtsgegenstände endete die 184. Pfarrwallfahrt.

Die große Hoffnung bleibt, dass im Juli kommenden Jahres die Wallfahrt in der gewohnten Form begangen werden kann.

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