26.07.2021 - 15:42 Uhr
KemnathOberpfalz

Vortrag: Behandlung des Heilpraktikers soll Selbstheilungskräfte anregen

„Heilpraktiker können sich oft mehr Zeit für die Behandlung eines Patienten nehmen als Ärzte“, sagte die Heilpraktikerin Marion Neidl bei ihrem Vortrag vor Senioren im Foyer der Mehrzweckhalle Kemnath.
von Josef ZaglmannProfil

"Heilpraktiker ist ein geschützter Beruf mit staatlicher Genehmigung durch den Amtsarzt", erklärte Referentin Marion Neidl bei einem Vortrag des Seniorentreffs der Pfarrei Kemnath im Foyer der Mehrzweckhalle. "Er darf selbstständig diagnostizieren und therapieren", sagte die Heilpraktikerin. Der Beruf habe eine einmalige Sonderstellung neben der Schulmedizin. Einschränkungen gebe es unter anderem durch das Infektionsschutzgesetz.

Die gelernte Krankenschwester betreibt seit 15 Jahren eine Naturheilpraxis in Grafenwöhr. Sie wendet Erfahrungsheilkunde bei vielen Krankheiten an wie beispielsweise bei Allergien, Haut- und Stoffwechselerkrankungen, Entzündungen, Schmerzen und psychischen Problemen. Die Ziele der Behandlung seien vielfältig: Selbstheilungskräfte anregen, Patienten zum Mitarbeiten bewegen, Gewohnheiten ändern, Schadstoffe ausleiten, den Organismus stärken, Blockaden lösen, Darmsanierung und seelische Hindernisse beseitigen. "Das ist eine ganzheitliche Therapie ergänzend zur Schulmedizin", sagte Neidl und betonte zugleich: "Die Schulmedizin soll auf keinen Fall ersetzt werden." Oft sollte der Patient auch die Sinnhaftigkeit einer Krankheit erkennen und daraus etwas für sein Leben lernen.

Das Ergebnis der Behandlung beim Heilpraktiker sollte eine schonende Behandlung unter ganzheitlicher Betrachtung ohne Nebenwirkung sein. "Dabei erstelle ich durch eine ausführliche Fallaufnahme ein möglichst exaktes Bild der Krankheit und des Patienten", teilte Neidl mit. Je nach Erkrankung wende sie verschiedene Therapien an: Bioresonanztherapie, Schadstoffausleitung, Energiemessung, Ohrakupunktur, Bachblüten, Reflexzonentherapie, Ernährungs- und Phytotherapie. Das Heilmittel werde für die akuten, chronischen und wiederkehrenden Beschwerden ausgewählt. Eine homöopathische Verschreibung müsse sich immer auf die spezifische Symptomatik eines Patienten beziehen. Durch die Therapie soll die Vitalität wiederhergestellt werden. "Sehr wichtig ist die Stärkung des Immunsystems", sagte die Heilpraktikerin und Homöopathin. Für den Darmaufbau seien Sauerkraut, Brottrunk und Milchsäure-Tropfen von Bedeutung. Eine wichtige Rolle spielen auch Sport, Bewegung, vegetativer Ausgleich, viel trinken und ausreichend schlafen. "Vergessen Sie das Lachen nicht", riet Neidl. Denn: "Lachen ist ein optimaler Stresskiller."

Vor dem Vortrag hatte Bürgermeister Roman Schäffler die Senioren im Foyer begrüßt. Der Seniorentreff der Pfarrei und der Seniorenclub der Stadt waren zusammengelegt worden. Dabei kündigte er die Aktion "Freier Eintritt in das Naturerlebnisbad Immenreuth für Kinder, Jugendliche und Senioren" an. Frühestens Ende September könnten die monatlichen Senioren-Fahrten ins Sibyllenbad wieder starten. Technikkurse sollen Senioren ermöglichen, an Online-Kursen teilzunehmen.

Eindringlich rief er dazu auf, sich impfen zu lassen. "Am 29. Juli steht ein Impfbus beim Edeka-Markt", gab Schäffler bekannt. Ein dankbares "Vergelt's Gott", sagte Stadtpfarrer Thomas Kraus für die Aktionen für Senioren während der Corona-Pandemie. Voraussichtlich gibt es am 15. September eine Halbtagesfahrt in seine Heimatgemeinde Beidl.

„Heilpraktiker können sich oft mehr Zeit für die Behandlung eines Patienten nehmen als Ärzte“, sagte die Heilpraktikerin Marion Neidl bei ihrem Vortrag vor Senioren im Foyer der Mehrzweckhalle Kemnath.
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