05.05.2021 - 14:16 Uhr
KemnathOberpfalz

Stadt Kemnath hilft Jagdgenossenschaften

Ein Förderprogramm für Jagdgenossenschaften hat der Stadtrat Kemnath für die Zeit ab 2021 einstimmig beschlossen. Freuen können sich aber auch die Waldecker Vereine.

Die Stadt Kemnath möchten den Jagdgenossenschaften im Gemeindegebiet mit einem Förderprogramm finanziell unter die Arme greifen.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Aus dem Förderprogramm für die Jagdgenossenschaften sollen 4 Euro pro Hektar bejagbare Fläche fließen. Die Verwendung des Budgets ist jedes Jahr bis zum 30. Juni des Folgejahres unaufgefordert der Stadt Kemnath schriftlich mitzuteilen.

Bürgermeister Roman Schäffler hatte daran erinnert, dass die Jagdgenossenschaft eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes darstellt und der staatlichen Aufsicht der Jagdbehörden untersteht. Im Stadtgebiet Kemnath bestehen insgesamt zehn verschiedene Jagdgenossenschaften mit einer gesamt bejagbaren Fläche von 4631 Hektar. Die einzelnen Reviergrößen reichen von 273 Hektar bis 655 Hektar.

"Für die Auszahlung an Jagdgenossen oder das Abhalten eines Jagdessens dürfen die Mittel nicht verwendet werden."

Bürgermeister Roman Schäffler

"In den letzten Jahren stellt sich die Finanzierung der Jagdgenossenschaften immer schwieriger dar: Geringere Erlöse bei Jagdverpachtungen mit weniger Zusatzleistung sowie Mehrausgaben und -aufwand durch behördliche Auflagen oder naturschutzrechtliche Vorgaben und allgemeine Preissteigerungen lassen den Handlungsspielraum für die einzelnen Jagdgenossenschaften stark schwinden", erklärte Schäffler. Da die Stadt Kemnath seit Jahrzehnten ein partnerschaftliches Verhältnis zu den einzelnen Genossenschaften mit Schwerpunkt Wegebau und -unterhalt pflege, sollte ab dem Haushaltsjahr 2021 zusätzlich ein Budget für Jagdgenossenschaften eingeführt werden, meinte der Bürgermeister.

Verwendungszweck eingeschränkt

Hiermit sollen nachhaltige Maßnahmen wie beispielsweise Eigenanteile für Wegebaumaßnahmen oder auch die Anschaffung von Gerätschaften und Materialien gefördert oder umgesetzt werden. "Für die Auszahlung an Jagdgenossen oder das Abhalten eines Jagdessens dürfen die Mittel nicht verwendet werden", betonte der Rathauschef.

Höherer Satz

Beschlossen hat das Gremium ebenfalls einstimmig, dem Förderverein SV Waldeck 1958 für die Anschaffung eines Vereinsbusses einen Zuschuss in Höhe von 5168 Euro zu gewähren. Das entspricht 17,5 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 29 536 Euro. Der Vereinsbus wird vorrangig für den Spielbetrieb der Jugendmannschaften eingesetzt.

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Darüber hinaus wird an einem Konzept gearbeitet, bei dem der Bus allen Waldecker Vereinen zur Verfügung stehen soll. Diese Absicht sorgte auch dafür, dass statt der "üblichen" 15 Prozent Förderung eine 17,5-prozentige Förderung erfolgen kann.

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