03.08.2021 - 12:48 Uhr
KemnathOberpfalz

Stabiler Faktor in Pandemiezeiten

In nur rund 90 Minuten wickelte die Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest die Vertreterversammlung in Kemnath ab. Die Teilnehmer freuten sich über eine durchschnittliche Rendite von über 3,34 Prozent ihrer Genossenschaftsanteile.

Die drei Aufsichtsräte (vorne von links) Josef Birkner, Johannes Reger und Paul Reichenberger wurden turnusmäßig bei der Vertreterversammlung in ihrem Amt bestätigt. Es gratulierten (hinten von links) Vorstandssprecher Joachim Geyer, Oberrevisor Thomas Binapfl, Lagerhauschef Josef Scheidler und Vorstand Robert Haubner.
von Roman MelznerProfil

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest, Johannes Reger, zeigte sich als Erbendorfs Bürgermeister eingangs dankbar, in den vergangenen Monaten der Pandemie eine Bank an seiner Seite gehabt zu haben, die die Besonderheiten vor Ort kenne. Für viele kleine und mittlere Betriebe, aber auch Privatleute seien schnelle Kreditzusagen und Tilgungsaussetzungen von existenzieller Bedeutung gewesen, um die akuten Auswirkungen der Pandemie durchzustehen.

Die Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest habe durch Stundungen, Firmendarlehen sowie durch Förderkredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und LfA (Förderbank Bayern) dringend benötigte Liquidität kurzfristig und flexibel gesichert. Die Nähe zum Kunden und die Erreichbarkeit seien in Finanzdingen unersetzlich, betonte der Redner. Das sei eine zentrale Erkenntnis aus der anhaltenden Pandemie. Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler ging auf die Entwicklung der Stadt ein und bedankte sich ebenso für die kurzen Wege und die Unterstützung durch die örtliche Genossenschaft.

Nachhaltigkeit statt Spekulieren

Laut Reger weist die wirtschaftliche Entwicklung der Bank im Geschäftsjahr 2020 ein zufriedenstellendes Ergebnis aus. Er dankte dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit. Der unabhängige Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbandes lobte unter anderem das überdurchschnittliche Bilanzsummenwachstum sowie die gute Organisation der Bank. Diese nutze keinerlei spekulative Anlagen in Derivaten oder ähnlichen Spekulationsgeschäften, sondern lege Wert auf Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit, war dort zu lesen.

Der Oberrevisor des Genossenschaftsverbandes, Thomas Binapfl, leitete die Tagesordnungspunkte bei der jeweils einstimmigen Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie die Wahlen für die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsräte Johannes Reger aus Erbendorf, Josef Birkner (Kemnath) und Paul Reichenberger (Grafenwöhr), die alle in ihrem Amt einstimmig bestätigt wurden.

Über die Hälfte mit Online-Zugang

Auch der Oberrevisor gratulierte zu dem guten Ergebnis der Bank. Er wies zudem darauf hin, dass zwei Auszubildende der Bank zu den zehn Prüfungsbesten im Bankwesen in ganz Bayern zählten. Über die digitalen Leistungen der Raiffeisenbank referierte abschließend Vorstand Robert Haubner. Mittlerweile verfügten drei von fünf Kunden über einen Online-Zugang, bereits ein Viertel der Kunden nutze die Banking-App auf dem Smartphone nutzen. Haubner stellte auch das neue Online-Banking vor. Durch das elektronische Postfach, bei dem Kontoauszüge und Mitteilungen eingestellt werden, werde mittlerweile massiv Papier für Kontoauszüge gespart.

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Grafenwöhr
Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Reger
Unter strikter Einhaltung der Sicherheits-und Hygienevorschriften fand die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest eG in der Kemnather Mehrzweckhalle statt.

 

 

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