26.07.2021 - 16:04 Uhr
KemnathOberpfalz

Sanierung der Statue des Heiligen Nepomuk abgeschlossen

Statt um Geschenke bat Altbürgermeister Peter Prechtl an seinem Geburtstag um Spenden für die Sanierung der Statue des Heiligen Nepomuk. Dank der finanziellen Unterstützung ist die Staute nun wieder auf Vordermann gebracht worden.

Bürgermeister Roman Schäffler (links) bedankte sich bei Stefan Prechtl – in Vertretung seines Vaters Peter Prechtl – und Max Ponnath (von rechts) für die gelungene Sanierung der Nepomuk-Statue.
von Josef ZaglmannProfil

Seit über einem Jahr erstrahlt die über drei Meter hohe Nepomuk-Statue zwischen dem Kirchturm und dem Cammerloher Platz in neuem Glanz. Die Sanierung wurde möglich, nachdem die Stadt Kemnath das kleine Grundstück erworben hatte. Im Jahr 2019 wurde der Grünbewuchs entfernt und die Sanierung ins Auge gefasst. Die Statue wurde fachmännisch saniert von der Firma Doreth aus Neustadt am Kulm. Die mürben Steinpartien mussten wieder festgemacht werden. Dann wurde die Statue mit einem Heißwassergerät gründlich gereinigt. Die fehlenden Partien wurden mit einem Reprofiliermörtel wieder aufgebaut. Jetzt konnte ein Kirchenmaler aus Regensburg die Statue farbig fassen. Zu guter Letzt wurde die Mauer um die Statue herum wieder aufgebaut.

In diesem Jahr bepflanzten Stadtgärtner Florian Frank und das Team Grünanlagen mit Helga Foreman und Claudia Braunreuther die Erde auf beiden Seiten. Dann wurde an der Mauer eine Tafel angebracht. Auf der steht in großen Lettern: „Hl. Johannes von Nepomuk Sanierung 2020. Mit finanzieller Unterstützung von Ehrenbürger Max Ponnath und Altbürgermeister und Ehrenbürger Peter Prechtl."

Nach dem Abschluss aller Arbeiten lud Bürgermeister Roman Schäffler Max Ponnath und Stefan Prechtl, den Sohn von Peter Prechtl, zur Besichtigung ein. „Mein Vater hat an seinem runden Geburtstagen auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für die Sanierung von Denkmälern in Kemnath gebeten“, sagte Stefan Prechtl. Das Spendengeld wurde auf ein Konto der Stadt Kemnath eingezahlt. „Mit der Restaurierung dieser Nepomuk-Statue ist dieses Konto jetzt erloschen“, berichtete der Bürgermeister. Ob das Areal noch durch einen Zaun begrenzt wird, müsse erst noch entschieden werden.

Diese Statue ist sogar im Bayerischen Denkmalatlas eingetragen. Der heilige Nepomuk wird hier als kurzbärtiger Kleriker mit einem Kreuz in der Hand dargestellt. Sein Heiligenschein weist allerdings nicht wie sonst üblich fünf, sondern sechs Sterne auf. Warum wurde Nepomuk heilig gesprochen? Der Legende nach hat er das Beichtgeheimnis gewahrt und dem böhmischen König Wenzel nicht verraten, was seine Frau gebeichtet hat. Daraufhin ließ er ihn foltern und von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau werfen. Die Leiche des im Wasser Treibenden soll der Legende nach von fünf Flammen als hell glänzende Wunderzeichen umsäumt gewesen sein. Seit Jahrhunderten gilt Nepomuk als Brückenheiliger und Schutzpatron der Beichtväter, Schiffer, Flößer und Müller.

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