06.04.2021 - 14:45 Uhr
KemnathOberpfalz

Kreis Tirschenreuth: Viele Fragen wegen Gurgel-Pooltests für Schüler noch offen

Können die Schulen im Landkreis Tirschenreuth nach den Osterferien bei Coronatests auf das Pooling-Verfahren zurückgreifen? Laut Landrat Roland Grillmeier sind noch "viele Fragen offen".

Zu Demonstrationszwecken zeigt ein Freiwilliger die Funktionsweise eines PCR-Tests mit Gurgeln.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Weiterhin große Hoffnungen setzt Landrat Roland Grillmeier auf das sogenannte Pooling-Verfahren, um einer deutlich größeren Anzahl von Jugendlichen den Präsenzunterricht in den Schulen zu garantieren. Am Rande eines Pressetermins an der Staatlichen Realschule Kemnath machte Grillmeier deutlich, dass man bemüht sei, in ein Projekt zu kommen, dass möglichst allen Schulen eine Öffnung ermöglichen soll.

„Es sind aber noch viel zu viele Fragen offen“, räumte der Landrat ein. Zwar führe er viele Gespräche zum Thema, allerdings müsse man auch festhalten, dass noch viele Klarheiten fehlen. Einerseits gebe es vom Kultusministerium die Vorgabe, dass Schüler nach den Osterferien nur mit einem negativen Selbsttest, den sie in der Schule gemacht haben, am Unterricht teilnehmen dürfen, andererseits setze das Pooling-Verfahren voraus, dass die Gurgel-Lösungen von zu Hause mitgebracht werden.

"Euphorie etwas gesunken"

Auch logistische Fragen wie „Wie kommt die gemeinsame Poolprobe zum Labor?“, „Wann gibt es ein Ergebnis?“, oder „Wie reagiert die Schule auf das Ergebnis bei einem positiven Fall?“ seien noch offen. Grillmeier hofft, dass diese und weitere Fragen in den kommenden Tagen durch die Bayerische Staatsregierung mit konkreten Vorgaben beantwortet werden.

„Die Euphorie, dass wir unmittelbar nach den Osterferien wirklich starten können, ist etwas gesunken“, bekannte Grillmeier. Erst wenn es Vorgaben gebe, könnten dies an den Schulen auch umgesetzt beziehungsweise in die Wege geleitet werden. Der Landrat hofft, dass es in den „nächsten zwei bis drei Wochen“ vorwärts geht.

So laufen die Tests ab

Der Gurgel-Pooltest läuft so ab: Schüler und Lehrer gurgeln zwei Mal pro Woche morgens daheim eine Lösung, spucken in zwei Röhrchen und schütten eines in der Schule in die Poolprobe. Das andere bleibt in der Schultasche. Zunächst wird dieser Pool, der bis zu 30 Personen aus einer Klasse oder einem Kurs umfasst, getestet. Ist dieser Test negativ, kann beruhigt weiter gelernt werden. Falls es ein positives Ergebnis im Pool geben sollte, werden alle Rückstellproben innerhalb dieser Gruppe einzeln untersucht, um die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Am Stiftland-Gymnasium wurde das Pooling-Verfahren schon vorgestellt

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