28.07.2020 - 16:37 Uhr
KemnathOberpfalz

Kirchenführung weckt bei Kemnather Kindern Vorfreude auf Erstkommunion

Bei der Kirchenführung erklärte Stadtpfarrer Thomas Kraus den Erstkommunionkindern den Hochaltar mit dem Tabernakel.
von Josef ZaglmannProfil

Eine exklusive Führung erhielten die Erstkommunionkinder von Stadtpfarrer Thomas Kraus. "Unsere Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde im Jahr 1448 erbaut, also fast 50 Jahre vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus", erklärte er den Jungen und Mädchen.

Das Jahr 1448, als mit dem Bau begonnen wurde, sei über dem linken Eingangsportal in Stein gemeißelt. Der 58 Meter hohe Kirchturm neben dieser spätgotischen Hallenkirche sei erst später errichtet worden. Das Altargemälde stelle die Aufnahme Mariens in den Himmel dar. "Das Patrozinium unserer Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" wird alljährlich am 15. August festlich begangen", erzählte Kraus.

Andächtig betrachteten die Drittklässler den Glasschrein unter der Altarmensa mit der Reliquie des heiligen Primian. Er wird auch als Stadtpatron verehrt. Der Geistliche zeigte den Erstkommunionkindern auch die Seitenaltäre und erklärte den Sebastians-, Laurentius-, den Kreuz- und den Kriegeraltar. Ebenso beschrieb er die Figuren der heiligen Maria, Anna selbdritt, des Josef, Antonius von Padua, Johannes Nepomuk, von Barbara und Georg, dem Drachentöter. Besonders beeindruckt waren die Kinder von einem Gemälde, das den heiligen Maximilian Kolbe darstellt. Natürlich durfte die Kanzel mit dem Schalldeckel und den zehn Geboten, die 14 Kreuzwegstationen, der Ambo und der Taufstein bei der Kirchenführung nicht fehlen.

Auf der Empore weihte Josef Zaglmann die Buben und Mädchen in die Geheimnisse des Orgelspielens ein. Er erklärte ihnen den Spieltisch und führte ihnen die Bedienung der Manuale und des Pedals sowie die Register vor. In der Sakristei zeigte der Pfarrer die Priestergewänder, eine prächtige Monstranz, Hostienschale, einen Kelch aus dem Jahr 1725 und das Rauchfass. Mesnerin Regina Frank öffnete die Schränke mit den Ministrantengewändern und erklärte die Weihrauchsorten. Alle freuen sich schon auf ihre Erstkommunion, die wegen der Corona-Pandemie am 11. Oktober gefeiert wird.

„Auf der Unterseite des Schalldeckels an der Kanzel befindet sich eine Taube“, erklärte Stadtpfarrer Thomas Kraus den Erstkommunionkindern.
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